TU Dresden - MINT-EC Special digital: Medizintechnik der Zukunft: Wie Ingenieur*innen das Gesundheitswesen gestalten

Datum: 10.11.2021, 16:30 Uhr - 08.12.2021, 18:00 Uhr
Anmeldeschluss: 01.11.2021, 09:00 Uhr
Teilnehmer: 70
Partner:

Technische Universität Dresden

Beschreibung

Hinweise: Teilnehmen können interessierte Schüler*innen ab 16 Jahren der MINT-EC-Schulen. Die Teilnahme erfolgt online über BigBlueButton - der Anmeldelink wird jeweils einige Tage vor der Veranstaltung zugeschickt.
Die Veranstaltungen finden am 10.11. / 18.11. (Donnerstag) / 24.11. / 01.12. / 08.12. jeweils von 16:30 - 18:00 Uhr statt.
Für Rückfragen steht Frau Anna Noémie Verheggen von der TU Dresden jederzeit zur Verfügung: mint-ec@tu-dresden.de

Viele technologische Innovationen in der Medizin, wie beispielsweise der Einsatz von künstlichen Gelenken oder Operationen mittels minimalinvasiver Eingriffe, haben in den letzten Jahren zu einer enormen Verbesserung des Gesundheitszustandes der Menschen geführt. Bei vielen dieser Innovationen spielt der Bereich der Medizintechnik und die Zusammenarbeit mit Ingenieurinnen und Ingenieuren eine wichtige Rolle. In den Ingenieurwissenschaften an der TU Dresden wird daher auch im Bereich der Medizintechnik geforscht und neue Produkte entwickelt.

In den Terminen dieser Veranstaltungsreihe geben Wissenschaftler/innen der TU Dresden euch Einblicke in ihre Forschung und zeigen auf, wie neue Technologien zu bahnbrechenden Veränderungen in der Medizin führen können. Von intelligenten Assistenzsystemen in der Krebschirurgie bis zum Einsatz textiler Implantate berichten die Wissenschaftler/innen über ihre aktuelle Forschung und was sie daran begeistert.  
Zudem erhaltet ihr allgemeine Hinweise zum Studium, zu Fristen und Zugangsbedingungen sowie die Möglichkeit, mit Studierenden der TU Dresden ins Gespräch zu kommen.

Bei regelmäßiger Teilnahme (mindestens 4 Termine) könnt ihr ein Teilnahmezertifikat der TU Dresden erhalten. Bei Teilnahme an allen 5 Terminen und dem eigenständigen Lösen einer einzureichenden Aufgabe könnt ihr 5 Punkte für das MINT-EC-Zertifikat erhalten.

10.11.2021  
Titel: Dr. Roboter bitte in den OP – Künstliche Intelligenz im OP der Zukunft
Referentin: Prof. Dr. Stefanie Speidel

Die Chirurgie als Hightech-Disziplin hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant weiterentwickelt. Neue technologische Innovationen im Krankenhaus, insbesondere moderne Operationssäle mit digitalen Geräten und Robotern, generieren große Datenmengen, die ein enormes Potenzial für eine Verbesserung von Operation darstellen. Die menschliche Fähigkeit, diese Daten effektiv zu nutzen, ist allerdings begrenzt und hängt extrem von der Erfahrung des chirurgischen Personals ab.

Prof. Dr. Stefanie Speidel (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Dresden) entwickelt Assistenzsysteme, die Chirurgen sicher und ohne Umwege zu einem Tumor führen sollen. Das Navigationssystem, an dem die Informatikerin gemeinsam mit ihrem Team arbeitet, blendet in zweidimensionale Videobilder zusätzliche Informationen ein. Greift der/die Chirurg:in beispielsweise zu einem scharfen Instrument, erkennt das System die Absicht weiter zum Tumor vorzudringen und zeigt zusätzlich die optimale Schnittführung und die genaue Lage des Tumors an.

Der Vortrag gibt Einblicke in das Thema robotergestützte Chirurgie, insbesondere wie chirurgische Erfahrung und Fähigkeiten auf einen Roboter übertragen werden können und die richtige Assistenz zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden kann.

18.11.2021
Studieren im Bereich Medizintechnik

Aufgrund eines Feiertages in Sachsen geht es in der zweiten Woche ausnahmsweise am Donnerstag weiter. An diesem Tag dreht sich alles um das Thema Studium. In einem Vortrag erhaltet ihr zunächst Tipps zu den Themen Studienwahl, Bewerbung, Finanzierung und Wohnen. Anschließend geben Studierende der Studiengänge Elektrotechnik (Vertiefungsrichtungen Geräte-, Mikro- und Medizintechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regelungstechnik), Maschinenbau (Vertiefungsrichtung Verarbeitungsmaschinen und Textilmaschinenbau) und Textil- und Konfektionstechnik (Master) euch Einblicke in ihren Fachbereich. Abschließend zeigen euch Absolventinnen und Absolventen Berufsperspektiven im Bereich der Medizintechnik auf. 

24.11.2021
Titel: Computerbasierte adaptive Lasersysteme für Paradigmenwechsel in der Biomedizin
Referent: Prof. Dr. Juergen Czarske

Licht umgibt uns. Es ist eine elementare Lebensvoraussetzung und zugleich ein wichtiger Forschungsgegenstand in der Wissenschaft sowie die Grundlage für Technologien – sei es bei der Beleuchtung, der Energiewandlung, der Sensorik, in der Telekommunikation oder aber in der Medizin. Computer erlauben eine digitale Programmierung von Lichtwellen (Lichtschneiderei), wobei künstliche Intelligenz (Deep Learning), Optogenetik, Mikro- und Nanoroboter und Quantenverschränkungen genutzt werden. Die transparente Zelle, die ihre Geheimnisse freigibt und eine frühzeitige Diagnostik ermöglicht, ist die Zukunftsvision. Die schonende sowie gezielte Behandlung mit geringeren Nebenwirkungen ist eine Mission der Biophotonik, die im Kompetenzzentrum Biomedical Computational Laser Systems der TUD verfolgt wird.

Prof. Dr. Juergen Czarske leitet die Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik an der TU Dresden. Er ist darüber hinaus Direktor des Kompetenzzentrums Biomedical Computational Laser Systems (BIOLAS). 

01.12.2021
Titel: Mikro- und Nanoroboter – Winzlinge mit riesigem Potenzial
Referent: Prof. Dr. Andreas Richter

Fliegende Roboter, die wie Bienen Blüten bestäuben, intelligenter Staub, der Umweltkatastrophen verhindert oder winzige Roboter, die im Körperinneren tödliche Krankheiten finden und heilen, weil sie wie Lebewesen fühlen, denken und handeln können – all das klingt nach Science Fiction. Und doch forschen Wissenschaftler/innen der TU Dresden an genau solchen Systemen. In diesem Vortrag erfahrt ihr, wie die robotischen Winzlinge funktionieren könnten.

Prof. Dr. Andreas Richter leitet die Professur für Mikrosystemtechnik an der TU Dresden in der die Medizintechnik einen Forschungsbereich darstellt. 

08.12.2021
Titel: Fiber-based Life Sciences – die Zukunft der personalisierten Medizin?
Referentin: Dr. Dilbar Aibibu

Faserbasierte Bio- und Medizintechnologien revolutionieren die Medizin. An Webmaschinen im Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden können passgenaue Implantate für Patientinnen und Patienten entstehen, die als Herzklappenprothese oder als Sehnen- und Bänderimplantate eingesetzt werden. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es sogar gelungen gemeinsam mit den Medizinern ein neuartiges faserbasiertes Trommelfellimplantat naturgetreu und patientenspezifisch herzustellen, um chronische Mittelohrentzündungen zu heilen.

Die Wissenschaftler/innen des ITMs sind fest davon überzeugt, dass die faserbasierten Strukturen zur naturgetreuen Nachbildung des Aufbaus und der Funktionalität unserer Organe bestens geeignet sind, da Gewebe wie Knochen, Muskeln und Nerven meistens aus Fasern bestehen.

 

 

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