TU Bergakademie Freiberg

Als führende Ressourcenuniversität Deutschlands nimmt die TU Bergakademie Freiberg die Rohstoffsicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette umfassend in den Blick. Sie spannt dabei den Bogen von der Erkundung neuer Lagerstätten über die umweltschonende Gewinnung der Rohstoffe sowie die Entwicklung alternativer Energietechniken und effizienter Werkstoffe bis hin zum Recycling. Der Leitgedanke der nachhaltigen Entwicklung steht dabei immer im Mittelpunkt. Die TU Bergakademie Freiberg legt somit die Grundlage für die umweltverträgliche Versorgung der Gesellschaft mit Ressourcen, die für ein globales Wirtschaftswachstum notwendig sind.

Die Ausrichtung der Forschung und Lehre auf eine nachhaltige Stoff- und Energiewirtschaft sowie die vier Kernfelder Geo, Material, Energie und Umwelt geben der 1765 gegründeten und somit ältesten montanwissenschaftlichen Universität der Welt ein einmaliges Ressourcenprofil. Durch intensive Kooperationen mit der sächsischen Industrie und internationalen Unternehmen wird in Freiberg für die Praxis geforscht. Die Bergakademie gehört bei den Drittmitteleinnahmen pro Professor zu den zehn forschungsstärksten Universitäten in Deutschland und nimmt in den neuen Bundesländern die Spitzenposition ein.

Mit der klaren Profilierung, den optimalen Ausbildungsbedingungen und praxisorientierten Studiengängen erweckt Freiberg bundesweit, aber auch über die Grenzen Deutschlands hinaus das Interesse junger Leute. Von den rund 5000 Studenten stammen momentan etwa zehn Prozent aus dem Ausland. Die hervorragenden Studienbedingungen spiegeln sich regelmäßig in den Rankings wider. Die Bergakademie gilt als idealer Ort für zielstrebige Studenten. Ihre Forschungsstärke garantiert in den natur-, ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen eine Ausbildung auf höchstem Niveau.

Das Ressourcenprofil zeigt sich in der einmaligen Fächerbreite des Studienangebots: Von Geotechnik und Bergbau, über Verfahrenstechnik und Maschinenbau, Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie bis hin zur Mathematik und den Wirtschaftswissenschaften reicht das Spektrum der Studiengänge. Um den Leitgedanken der nachhaltigen Entwicklung als zentralen Bestandteil der Ausbildung international durchzusetzen, gründete die Bergakademie 2012 in Freiberg das Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit.

Den Anspruch, die aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft anzunehmen, verfolgt die Bergakademie somit heute genauso wie vor rund 250 Jahren. An der Ressourcenuniversität entdeckten Ferdinand Reich und Theodor Richter das Element Indium, Clemens Winkler fand in Freiberger Erzen das Element Germanium. Abraham Werner begründete die wissenschaftliche Mineralogie und Geologie in der Silberstadt. Wilhelm Lampadius entwickelte in Freiberg die erste Gasbeleuchtung für den europäischen Kontinent und Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz prägte in Freiberg als Erster den Begriff Nachhaltigkeit.

Heute stehen zahlreiche Projekte für die angewandte Ressourcenforschung. So arbeiten Freiberger Wissenschaftler unter anderem an neuartigen Herstellungsverfahren, um Stahl und Keramik zu leistungsfähigeren und energieeffizienteren Werkstoffen zu kombinieren. Am Deutschen EnergieRohstoff-Zentrum entwickeln Forscher der Ressourcenuniversität Technologien für das Zeitalter nach dem Erdöl. Das Helmholtz-Zentrum Freiberg für Ressourcentechnologie, das die Bergakademie zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gegründet hat, erforscht neue Wege für die Erschließung von Hochtechnologiemetallen wie Gallium oder Indium.

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