Städtisches Leibniz-Gymnasium, Gelsenkirchen Von Gelsenkirchen aus den Deutschen MINT-Unterricht verbessern

Robin Rozmann

Gelsenkirchen-Buer/Berlin, 16.11.2020: Beim Nationalen Science on Stage Festival 2021 gestalten 100 Lehrkräfte den naturwissenschaftlichen Unterricht der Zukunft. Auch ein Lehrer des Städtischen Leibniz-Gymnasiums in Gelsenkirchen wird beim größten deutschen MINT-Gipfel dabei sein.

Die gemeinnützige Bildungsinitiative Science on Stage Deutschland e.V. lädt vom 11.-13. Juni 2021 zum Nationalen Festival an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ein. Die Veranstaltung ist die größte Ideenbörse von und für MINT-Lehrkräfte (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

100 Pädagoginnen und Pädagogen aus ganz Deutschland kommen zusammen, um ihre innovativen Unterrichtskonzepte auf einem Bildungsmarkt, in Workshops, sowie in Kurzvorträgen zu präsentieren und sich darüber auszutauschen. So fördert Science on Stage gezielt die berufliche Weiterbildung von MINT-Lehrkräften, um die Qualität des Unterrichts nachhaltig zu verbessern.

Robin Rozmann, Lehrer am Städtischen Leibniz-Gymnasium in Gelsenkirchen-Buer, wurde aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt und eingeladen, sein Unterrichtsprojekt vorzustellen. Darin untersuchen die Schülerinnen und Schüler im Freizeitpark die Fahrgeschäfte vor dem Hintergrund physikalischer Fragen – und das alles mit einer kostenlosen Smartphone-App.

Das Konzept, durch das die Jugendlichen selbst zu Forscherinnen und Forscher werden und physikalische Datenerhebungen mit emotionalen Erfahrungen verknüpfen, überzeugte die Fachjury. Beim Nationalen Science on Stage Festival hat Rozmann nun Gelegenheit, mit dem Projekt Schule zu machen – und zwar europaweit.

Bei der Veranstaltung werden elf MINT-Lehrkräfte gekürt, die Deutschland im März 2022 auf dem Europäischen Science on Stage Festival in Prag vertreten. 400 Lehrkräfte aus über 30 europäischen Ländern stellen hier ihre Unterrichtsprojekte vor. Besonders spannende Ideen finden zudem nach dem Festival in Prag europaweit als Unterrichtsmaterialien Verbreitung. So vielleicht auch das Projekt aus Gelsenkirchen-Buer.

Das Projekt aus Gelsenkirchen-Buer

Robin Rozmann (Physik), Städtisches Leibniz-Gymnasium, Gelsenkirchen:

Schülerinnen und Schüler werden zu Messgeräten: Digitale Untersuchungen auf Fahrgeschäften

Fällt die Gondel des Freefall-Towers im Freizeitpark tatsächlich frei? Physikunterricht kann mit wenigen Mitteln lebensnah, digital vernetzt, mitreißend und vor allem günstig gestaltet werden. Mit Hilfe einer kostenfreien App werden die Schülerinnen und Schüler in einem Freizeitpark selbst zu Forscherinnen und Forschern. Sie untersuchen die Fahrgeschäfte vor dem Hintergrund physikalischer Fragen – wie z. B. hinsichtlich der dort wirkenden Kräfte und der damit verbundenen potentiellen Gefahren. Quantitative Datenerhebungen werden mit explorativen und emotionalen Erfahrungen verknüpft und machen den Physikunterricht zu einem unvergesslichen Ereignis.

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