Liebigschule Gießen, Gießen Erfolgreiche Teilnahme an der 2. Runde des DeCheMax-Wettbewerbs

Schule

Alles Bioökonomie, oder was? Dasselbe in Grün – Das war das Motto des 20. DeCheMax Wettbewerbs dieses Jahr, bei dem sich bundesweit 2789 Teams beteiligten. Unter diesem Motto beantworteten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 11 Fragen rund um den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und biotechnologischen Verfahren. In der Experimentierrunde stellten die Teams selbst Papier her und färbten es mit natürlichen Farbstoffen. Über insgesamt sechs Monate mussten die jungen Forscherinnen und Forscher bei der Stange bleiben.

Kohleausstieg, Klimawandel und knappe Ressourcen – das alles sind Stichworte, die wir quasi täglich hören. Sie machen uns deutlich, dass wir umdenken müssen. Produkte auf Erdölbasis sind ein Auslaufmodell. Es ist aber nicht einfach, sie zu ersetzen.

Man liest von Reifen aus Löwenzahnmilch und Dübeln aus Rizinusöl. Das klingt erst einmal kreativ. Aber haben solche Produkte auch die Eigenschaften, die sie haben müssen? Ist ihre Herstellung wirtschaftlich? Oder ist die Massenproduktion solcher Produkte nicht sogar die Quelle für neue Probleme? Werden wir in Zukunft alle Vegetarier oder essen wir Insekten und Fleisch aus dem Reagenzglas?

All das sind Fragen, mit denen sich die Bioökonomie beschäftigt. Und wir wollen uns in diesem Wettbewerb damit beschäftigen, ob uns die Bioökonomie „dasselbe in Grün“ liefern kann.

Bereits zum 20. Mal lud die DECHEMA Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich mit Chemie, Technik und Biotechnologie im Alltag auseinanderzusetzen. 2789 Teams mit jeweils 3-5 Mitgliedern machten sich im Oktober auf den Weg Richtung DECHEMAX-Siegerpodest. Acht Fragen waren in der ersten Runde zu beantworten. Passend zum Wissenschaftsjahr „Bioökonomie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ging es um den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und biotechnologischer Verfahren für die Herstellung von Lebensmitteln, Waschmitteln oder Kunststoffen. Aber auch der Frage, wo die Rohstoffe eigentlich herkommen und welche Rolle beispielsweise die Bodenqualität dafür spielt, gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Grund.

714 Teams schafften es in die zweite Runde. Dass die DECHEMAX-Experimente grundsätzlich für den heimischen Küchentisch geeignet sind, erwies sich angesichts geschlossener Schullabors als besonderer Glücksfall. So konnten die Teams beim Herstellen und Färben von Recyclingpapier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das ging so weit, dass ganze Protokolle auf selbstgeschöpften Bögen eingereicht wurden. 352 Teams hielten durch und schickten ihre Ergebnisse ein – trotz der Schulschließungen fast genauso viele wie im letzten Jahr, zu ihnen gehörten 2 Teams der Liebigschule.

Von der Liebigschule haben 14 SchülerInnen der  E-Phase an der 1. Runde teilgenommen. Dort konnten sie in Kleingruppen über mehrere Wochen im Internet Fragen zur Nachhaltigkeit und Ressourecennutzung bearbeiten. Die meisten von ihnen besuchten den Profilkurs MINT. Sieben von ihnen kamen erfreulicherweise in die 2. Runde. Hier ging es um praktische Versuche und Untersuchungen zu selbstgeschöpftem Papier und Recherchen zur nachhaltigen Papiergewinnung.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien konnten alle Teilnehmer ihre Urkunden von Schulleiter Dirk Hölscher und ihrer Betreuerin Dr. Sigrid Schmitt in Empfang nehmen.

 

Das Foto zeigt die Preisträger der 2. Runde bei der Siegerehrung in der Schule. Von links nach rechts Simin Mulch (EG), Louisa Frey (EH), Runa Steinmüller (EC), Celine Eidmann, Sophia Krastev (beide EE) und Lena Ebbert (EA). Es fehlt Miriam Lienard (EG).

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