Statusbericht Mai 2017

Testzugänge und OpenHPI-Kurs

Ende April haben die am Projekt teilnehmenden Lehrkräfte und Schulleitungen der 26 Pilotschulen erste Testzugänge zur Schul-Cloud erhalten, um das System schon während der aktuellen Entwicklung beobachten, erproben und wichtige Rückmeldungen geben zu können. Zusätzlich nutzen wir einen Online-Kurs der Plattform OpenHPI, um die Teilnehmenden im anderthalbwöchigen Rhythmus gezielt an neue Systemfunktionen heranzuführen, Erklärvideos und ein Diskussionsforum bereitzustellen.

Durch die schrittweise Funktionseinführung sind die Projektteilnehmenden angehalten, Wünsche und Systemanforderungen regelmäßig und zu ganz konkreten Elementen beizusteuern; und die Entwickler des Hasso-Plattner-Instituts können die Schul-Cloud so zeitnah an die Bedürfnisse der Anwender anpassen und entsprechend agil erweitern.

Die formalisiert erfassten Rückmeldungen zu jedem neuen Funktionsbereich werden den Pilotschulen außerdem sukzessive im OpenHPI-Kurs als Top-5-Listen (nach Häufigkeit) bereitgestellt. Momentan liegt der Entwicklungsfokus auf dem einfachen Anlegen von Kursseiten und einer daran gekoppelten (Haus-)Aufgabenverwaltung.

HPI-Beiratssitzung am 3. Mai

Am 3. Mai wurde der aktuelle Status des Projektes auf der Beiratssitzung des HPI mit Datenschutz- und Wirtschaftsexperten besprochen. Ein zentrales und von allen Teilnehmenden hervorgehobenes Ergebnis war die Feststellung, dass durch die frühzeitige und regelmäßige Berücksichtigung der bundesweiten Datenschutzanforderungen ganz neue Maßstäbe für cloud-basierte Digitalisierungsansätze an Schulen gesetzt und sehr nachhaltige Ergebnisse erzielt werden können.

Neben der Entwicklung nachhaltiger technischer Ansätze durch das HPI wurde zudem betont, dass die geplante Entwicklung nachhaltiger Ansätze und Empfehlungen für Didaktik, Organisation und IT-Insfrastruktur von Seiten der MINT-EC-Pilotschulen ebenso entscheidend für den Erfolg des Projekts ist.

Einen Überblick über die Sitzung finden Sie auch auf einem Blog-Beitrag des HPI.

Erstes Treffen der Arbeitsgruppe „IT-Konzepte“

In Begleitung durch Martin Hense (MINT-EC) und Nils Karn (HPI) traf sich am 8. Mai die AG „IT-Konzepte“ der Pilotschulen (mit freundlicher Unterstützung durch die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel ihren Schulleiter Stefan Hermes). Im Anschluss an die Besprechung des aktuellen Projektstatus wurde gefragt, welche IT-Infrastruktur Schulen zur Nutzung der webbasierten Schul-Cloud bereitstellen sollten – und damit entsprechend zu einer allgemeinen Internetnutzung in Unterricht und Verwaltung. Durch die AG sollen Best-Practice-Empfehlungen sowohl für die aktuellen Pilotschulen ausgesprochen werden wie für künftige Schulen – inklusive verschiedener Szenarien mit Vor- und Nachteilen.

Eine ganze Reihe konkreter Empfehlungen wurden noch vor Ort per Online-Werkzeug mit allen Pilotschulen geteilt: von der WLAN-Infrastuktur, ‑zugangsverwaltung und Content-Prüfung bis hin zu Anwendungs- und Präsentationsgeräten. Die weniger technischen Empfehlungen zu Haftungs-, datenschutzrechtlichen und Dokumentierungsregelungen wurden einer anderen AG zugeordnet. Bis zum Treffen aller Pilotschulen am 19.–20. Juni sollen diese Ansätze im Detail weiter ausgearbeitet und dann hier möglichst schon (als Entwürfe) veröffentlicht werden.

Aufgrund einiger Anfragen bereits ein Hinweis vorab: Von Seiten der Schul-Cloud an sich, die wie jede andere Website über das Internet erreichbar ist, gibt es keine zusätzlichen infrastrukturellen Mindestvoraussetzungen als jene, die bei der einer allgemeinen Internetnutzung an Schulen anfallen. Konkrete Empfehlungen zu Mindestdatendurchsatzraten lassen sich erst dann aussprechen, wenn Erfahrungen aus dem tatsächlichen Unterrichtseinsatz vorliegen, und diese sind mithin abhängig von der Art der Internetnutzung und als solche auch von ganz individuellen didaktischen Vorgehensweisen.

Ausblick: weitere AG-Treffen, Digitalgipfel, Einführung nach den Sommerferien

Von den MINT-EC- und HPI-Projektkoordinatoren werden zurzeit die ersten Pilotschulen besucht, um sich über die bisherigen Erfahrungen bei den individuellen Digitalisierungsprozessen, den aktuellen technischen Stand der Schulen und über die Erwartungen zur Schul-Cloud auszutauschen. Darunter sind unter anderem auch das Leininger- und das Gauß-Gymnasium in Rheinland-Pfalz zur Vorbereitung des Digitalgipfels der Bundesregierung (ehemals Nationaler IT-Gipfel) gewesen. Der Digitalgipfel am 12. und 13. Juni wird eine Gelegenheit bieten, praktische Einsatzszenarien der Schul-Cloud und Möglichkeiten der digitalen Transformation an Schulen zu demonstrieren.

Im Anschluss an das erfolgreiche Treffen der Arbeitsgruppe „IT-Konzepte“ kommen am 18. Mai die AG „Unterrichtsnutzung“, am 31. Mai die AG „Schulleitung und ‑organisation“ und am 19.–20. Juni alle Pilotschulen zusammen, um unter anderem didaktische, organisatorische und Kommunikationskonzepte für die Schul-Cloud-Erprobung im Unterricht zu erarbeiten, die im Anschluss an die Sommerferien beginnen soll. Geplant ist diese Erprobung zunächst mit einer einzelnen Pilotklasse je Schule, um alle Herausforderungen (wie beispielsweise die Verfügbarkeit ausreichender Endgeräte) für die MINT-EC-Pilotschulen und das HPI überschaubar zu halten, Erfahrungen zu sammeln und Schwierigkeiten zu überwinden, bevor die Erprobung beispielsweise auf die Ebene ganzer Klassenstufen ausgedehnt werden kann.

Die vorherigen Statusberichte finden Sie im Archiv.

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