Mädchen macht MINT: Girls-Camp zum Thema Medizintechnik

In den kommenden drei Tagen beschäftigen sich 20 Schülerinnen von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC in Hamburg mit verschiedenen Aspekten der Medizintechnik. Während des MINT-EC-Camps lernen sie Studien- und Berufsmöglichkeiten, Forschungsbereiche und ein Unternehmen aus dem Bereich kennen. 

Bereits zum dritten Mal hat das Friedrich-Ebert-Gymnasium, seit 2012 MINT-EC-Schule, ein MINT-EC-Camp speziell für Mädchen organisiert. In Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg (TUHH), dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Löwenstein Medical Technology und der Förderung durch den VDI Hamburger Bezirksverein e.V. kann den Mädchen ein abwechslungsreiches Programm zum Thema Medizintechnik angeboten werden.

An der TUHH erfahren die Teilnehmerinnen, welche dualen Studiengänge es dort im medizintechnischen Bereich gibt und welche beruflichen Optionen sich daran anschließen. Dazu berichten Sarah Latus und Henning Haschke von der Koordinierungsstelle dual@TUHH aus ihren Erfahrungen durch ihre Arbeit mit dualen Partnerunternehmen und ihren Promotionen in den Bereichen Medizintechnik und Biomechanik. Außerdem stellen sie den Mädchen das Robotikprojekt robotik@TUHH vor, das in Zusammenarbeit mit NORDMETALL seit 2003 besteht. Während dessen erlernen die Schülerinnen Grundlagen des Programmierens, die sie an kleinen Robotern direkt ausprobieren.

In größerem Maßstab wenden die Schülerinnen ihre gewonnen Programmierfähigkeiten am Institut für Medizintechnische Systeme der TUHH an. Nach einer Einführung in die Anwendung serieller Roboter im OP, dürfen sie selbst an der Programmierung eines Roboters arbeiten und die dadurch hervorgerufenen Änderungen in den Bewegungen beobachten.

Ein erneuter Maßstabswechsel folgt am Institut für Nano- und Medizinelektronik der TUHH. Dort lernen sie den Forschungsbereich kennen, in dem mit winzigen Chips gearbeitet wird, die helfen, Leben zu retten und die Lebensqualität von Erkrankten zu erhöhen.

Am Institut für Osteologie und Biomechanik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf geht es dann um Knochen. In der Einführung zu den dortigen Forschungsschwerpunkten werden den Mädchen Implantate für unterschiedliche Körperregionen vorgestellt. An einer Werkzeugprüfmaschine führen die Mädchen biomechanische Untersuchungen an unterschiedlichen Materialien durch und untersuchen wie sich Kraft auf die Materialien auswirkt. Unter dem Mikroskop betrachten sie anschließend Knochengewebe und dessen Bestandteile.

Bei einer Besichtigung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens Löwenstein Medical Technology wird das Thema Beatmung am Beispiel von Geräten der Beatmungs- und Schlaftherapie behandelt.

MINT-EC-Newsletter bestellen

Alle Neuigkeiten auf einen Blick Abonnieren