Design Thinking in der Team-Arbeit (HPI)

Die „Challenges“, mit denen sich die Teams im digitalen Workshop „Design Thinking in der Team-Arbeit“ von Luisa Schrott beschäftigen durften, waren diese:  

Wie kann ich meinen Unterricht so gestalten, dass ich jederzeit auf einen Lockdown vorbereitet bin?  

Wie können die Lehrkräfte sich austauschen und vernetzen, um Schüler*innen fächerübergreifend bestmöglich zu unterstützen und zu fördern?

Mit diesen Fragen begaben sich die Teams in die Phasen des Design Thinkings: Verstehen – Beobachten – Standpunkt Definieren – Ideen finden – Prototypen entwickeln – Testen. Die ersten vier Phasen konzentrieren sich darauf, die Situation der Betroffenen (in diesem Fall der Lehrkräfte) besser zu verstehen, Pain Points herauszufiltern und HMW-Fragen (engl. How-might-we) zu formulieren: „Wie könnten wir die Situation X besser machen?“. Die Antworten auf diese HMW-Fragen landeten nach diversen Brainstorming-Runden auf einem Ideen-Dashboard. Die Teilnehmer*innen kürten die beste Idee und verarbeiteten sie im Anschluss in der Phase „Prototypen“ zu einem Video. Jede Phase unterlag einem strengen Zeitmanagement. Das verlangte von den Teilnehmenden eine strukturierte Arbeitsweise und einen, auf das Wesentliche reduzierten Austausch. Design Thinking, oder ggf. nur einzelne Phasen des Rahmenwerks, eignen sich dementsprechend auch für den Unterricht. Bei Interesse an Design Thinking könnt ihr euch zum Beispiel hier informieren.

 

Agiles Arbeiten im Lehrer*innenzimmer (Kristina Fritsch, eduscrum®)

Aufgabe: Ihr seid eine Gruppe aus 5 Leuten und sollt nun dieses Puzzle puzzeln. Ihr bestimmt zu Beginn, wie viel Zeit ihr dafür braucht und wie ihr puzzelt. Jede*r von euch darf nur ein Puzzleteil pro Runde verschieben. Um euch zu besprechen, habt ihr jetzt 1.5 Minuten Zeit. Los geht’s! In der ersten Runde brauchte das Team circa 8 Minuten um die Aufgabe zu bewältigen, obwohl 3 Minuten antizipiert waren. Für die Reflektion habt ihr 1.5 Minuten Zeit. Was würdet ihr in der nächsten Runde besser oder anders machen? Ein zweiter Versuch folgt. Diesmal geht es schneller; ihr braucht nur noch 5 Minuten, in der letzten Runde sogar nur noch knapp 4 Minuten.

Wir lernen danach, dass es sich bei diesen Runden um sogenannte „Sprints“ handelt. „Sprints“ beginnen immer mit der Planung und enden mit einer Reflektion. Das ist der Einstieg in den Workshop mit eduscrum®. „Scrum“ ist ein Rahmenwerk und kommt aus dem agilen Projektmanagement.  

Was wir anhand des Beispiels lernen, ist, wie wir als Gruppe effektiv zusammenarbeiten können. Das lässt sich im nächsten Schritt auf das eigene Klassen- oder Lehrer*innenzimmer übertragen. Das Ziel von eduscrum® ist es, die vier Schlüsselkompetenzen „Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken“ besser in den Alltag der Schüler*innen zu integrieren. Lehrkräfte müssen sich allerdings gut vorbereiten, bevor sie eduscrum® in den Unterricht einsetzen und überlegen, welche Elemente sie einbinden wollen. Weitere Informationen zu eduscrum® findet ihr hier.

 

Digitales Kommunizieren und Kooperieren (Sebastian Schmidt, flippedmathe.de)

„Digital zu kommunizieren muss erlernt werden, so, wie wir auch lernen, ein Buch zu lesen.“, sagte Lehrer Sebastian Schmidt in dem Workshop „Digital Kommunizieren und Kooperieren”. Gerade in der Zeit der Corona-Krise fehlt der Austausch im Klassenzimmer und kann nicht 1:1 nachgebildet werden. Doch das soziale Miteinander ist wichtig. Er betonte, dass wir jetzt für die Zukunft lernen können und müssen. Denn auch in der Berufswelt wird immer mehr Wert auf digitale Kommunikation und Kooperation gelegt. Wir können damit Ressourcen sparen, aber auch Potentiale zur Qualitätssteigerung aktivieren.  

Deshalb ist es wichtig, die Schüler*innen auf die Berufswelt vorzubereiten und sie digital mündig zu machen. Eine Schule, die in der Corona-Krise die Schüler*innen integrieren will, braucht Kommunikationskanäle. Eine Schule, die auf die moderne Arbeits- und Berufswelt vorbereiten will, kann Kommunikation und Kooperation als Mittel, aber auch als Ziel einsetzen. So können Schulen Vorbilder für kooperatives Handeln sein. In diesem Zusammenhang stellte Sebastian Schmidt das von ihm initiierte FliCla Lernbüro vor, in dem inzwischen Lehrkräfte aus ganz Bayern gemeinsam Lehrinhalte gemeinsam erarbeiten.  

Es ist deutlich: Sebastian Schmidt teilt seine Unterrichtsvorbereitung im großen Stil und gab den Teilnehmer*innen des Workshops entsprechende Ideen mit auf den Weg.

Begleitmaterial und Präsentation zum Workshop „Digital Kommunizieren und Kooperieren”
Erklärvideos für seinen Matheunterricht auf YouTube.
Website von Sebastian Schmidt.

 

Das Kollegium mitnehmen – Fortbildungskonzepte (MINT-EC)

In dieser Fortbildung stellte MINT-EC verschiedene Konzepte vor, die sich eignen um ein Kollegium mit „Digitalisierung in Schule und Unterricht“ im Allgemeinen und mit der HPI Schul-Cloud im Speziellen vertraut zu machen. Diese Konzepte orientieren sich an den Bedürfnissen der „Vorsichtig-, Begeistert- und Post-Digitalen“. So können alle Kolleg*innen integriert und potentielle Frustration vermieden werden. Eine Zusammenfassung dieser Fortbildungskonzepte findet ihr hier.

Zur selbstständigen Fortbildung eignen sich außerdem die Lehrvideos auf lernen.cloud Um an den Kursen teilzunehmen und auch Leistungsnachweise zu erhalten, registriert ihr euch dort kostenlos. Die kurzen Lehrvideos in den Kursen könnt ihr dann jederzeit anschauen. Zudem bietet MINT-EC regelmäßig kostenlose Live-Schulungen zu Funktionen der HPI Schul-Cloud an.

Für die Pilotschulen aus dem MINT-EC-Netzwerk bietet MINT-EC exklusive virtuelle Live-Schulungen zur Nutzung der HPI Schul-Cloud an. Dafür hat MINT-EC eine Auswahl an Formaten vorbereitet, die auch individuell an euer Kollegium angepasst werden können.

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