Die Auftaktveranstaltung des zweiwöchigen digitalen Pilotschultreffens stand unter dem Motto „Wenn durch Teilen mehr entsteht – Perspektiven, Voraussetzungen und Werkzeuge“. Zu diesem Zweck waren fünf Expert*innen eingeladen, die das Thema Teilen in einem digitalen Speed-Geeking aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Die Teilnehmenden hatten so die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit mit allen Expert*innen in den Austausch zu treten.  
 

#Recht

Andre Hermes, Lehrer, Blogger und Experte für Open Educational Resources, teilte seine Expertise rund um das Teilen von Unterrichtsmaterial online. Er konzentrierte sich eingangs auf Herausforderungen, wie die digitale Infrastruktur, das fehlende gemeinsame Mindset, den Zeitaufwand und die Unsicherheit bei rechtlichen Fragen. Doch auch Lösungsideen, wie die Ernennung eines fachkundigen Medienberaters und die Organisation von Fachschaften über Tools wie Padlet, Dropbox oder die HPI Schul-Cloud, waren wichtiger Bestandteil des Workshops. Mehr Informationen zu dem Austausch findet ihr auf dem Miro-Board.

#Mindset  

Angela Dietz, Beraterin für gesundes Kommunizieren und Führen, sprach im Austausch mit den Teilnehmer*innen die Themen Wertschätzung, Anerkennung und Feedback an. Das Ausbildungssystem der Lehrkräfte war in diesem Zusammenhang von Bedeutung, denn hier wird viel zu oft eine negative Feedback- und Fehlerkultur geprägt. Sie widmete sich außerdem der Frage, wie die Teilnehmer*innen Kritik konstruktiv und wertschätzend formulieren können. Die Gruppe sprach außerdem darüber, eigenen Bedürfnissen Raum zu geben und in diesem Wunsch auch Gemeinsamkeiten mit Kolleg*innen zu finden. Die Grundlagen der gewaltfreien und gesunden Kommunikation können dabei helfen. Notizen zu dem Austausch findet ihr auf dem Miro-Board.

#Schulentwicklung  

Achim Kaewnetara, stellvertretender Schulleiter an der Elisabethenschule in Frankfurt/Main, skizzierte im Speed-Geeking die Entwicklung zu (s)einem sehr digitalen Schulalltag. Die Elisabethenschule gehört zu den ersten 27 Pilotschulen und ist inzwischen mit einer Lehrkraft-Abdeckung von 100 Prozent in der HPI Schul-Cloud aktiv. Achim Kaewnetara konnte dementsprechend mit viel praktischer Erfahrung über Schulentwicklung sprechen. Er thematisierte Aspekte wie Kooperation, Hospitation, Material teilen, Kommunikation im Kollegium und Plattformen, die den Austausch im digitalen Raum erleichtern. Außerdem skizzierte er konkrete Lösungsideen für eine digitale und moderne Schulentwicklung. Diese findet ihr auf dem Miro Board und in seiner Präsentation.

#OER

Heike Gleibs, Leiterin für Bildung, Wissenschaft und Kultur bei Wikimedia, sprach unter anderem über die Infrastrukturen des Teilens. Eingangs diskutierten die Teilnehmer*innen vor allem, mit welchen digitalen Tools im schulischen Alltag geteilt werden kann (HPI Schul-Cloud, Moodle, JIA, Dropbox etc.). Anschließend tauschten sie sich zu Bedenken, rechtlichen Unsicherheiten und Herausforderungen aus. Zum Ende brainstormten sie gemeinsam, wann Teilen gut funktioniert. Welche Voraussetzungen dafür unter anderem gegeben sein müssen, findet ihr auf dem Miro-Board.

#Praxis

Sebastian Schmidt, Lehrer und informationstechnischer Berater im Regierungsbezirk Schwaben/Bayern, teilte seine Erfahrungen mit Kooperationen unter Lehrkräften. Viele Lehrkräfte würden sich eine ausgeprägtere Kultur des Teilens und Kooperierens wünschen, es fehle aber an geeigneten Strukturen und an einem gemeinsamen #Mindset. Organisatorische Belange stünden viel zu oft im Vordergrund. Um dem entgegenzuwirken, seien Kooperationen unter Lehrkräften ungemein wichtig. Am Beispiel einer Lehrkraftkooperative in Bayern stellte Sebastian Schmidt dar, wie Kooperation und Unterrichtsmaterial teilen funktionieren kann. Weitere Informationen dazu findet ihr auf dem Miro-Board.

 

 

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