Deutsches Geschwisterpaar gewinnt mit Smart-Home-Assistent Publikumspreis in Japan

Vom 04. bis zum 12. August reiste eine MINT-EC-Delegation von deutschen Schülerinnen und Schülern bereits zum achten Mal in Folge zur japanischen Super Science Highschool Student Fair (SSF). Der mit 240 teilnehmenden Schulen größte japanische Wettbewerb für MINT-Nachwuchs fand in Kobe statt. Bei der mit Jugend forscht vergleichbaren Veranstaltung gewannen Klara und Ferdinand Krämer des Johannes-Gymnasiums Lahnstein in Rheinland Pfalz den Publikumspreis. 

„Der intensive Austausch, die Kommunikation und Präsentationen in englischer Sprache sowie die interkulturellen Erfahrungen machen dieses Projekt zu einem ganz besonderen prägenden Erlebnis für die Jungfoscher*innen“, meint Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC, „die Auszeichnung durch das Publikum ist dabei das Sahnehäubchen“.

Die Schüler*innen stellten ihre Forschungsarbeiten in Kurzvorträgen auf Englisch vor. Anschließend prämierten die Besucher*innen ihre Favoriten mit „Good Job“-Stickern, wovon die beiden Teilnehmer*innen am meisten sammelten und sich somit den Sieg sicherten.

Mit ihrem Projekt „TIANE – Ein offener Smart-Home Sprachassistent“ gewannen die Geschwister bereits den 2. Platz im Bundeswettbewerb Jugend forscht in der Kategorie Mathematik/Informatik. Ihr Sprachassistent soll sich zu einer ernsthaften Open-Source-Alternative zu Lösungen wie Amazons Alexa entwickeln. Dank des offenen Quellcodes kann jederzeit überprüft werden, was mit den Nutzerdaten in der Software geschieht, wodurch ein enormer Vorteil hinsichtlich des Datenschutzes gegenüber der namhaften Konkurrenz gegeben ist.

Weitere Mitglieder der Delegation waren Moritz van Eimern und Hendrick Tackenberg des Wuppertaler Carl-Fuhlrott-Gymnasiums , die ihr Forschungsprojekt zu Langzeitmessungen von Sternwinden präsentierten. 

Die Aschaffenburger Paul Kunisch und Thomas Alexander Derra vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium beschäftigten sich in ihrem Projekt mit der dringlichen Frage, wie Ölteppiche auf den Weltmeeren mit Hilfe eines kostengünstigen Papierleimungsmittels eingedämmt werden können.

Die Schülerinnen und Schüler wurden von drei Lehrkräften sowie von Ulrike Sweetwood von MINT-EC begleitet. Neben der SSF standen auch Ausflüge nach Kyoto, Besichtigungen historischer Tempelanlagen wie des Weltkulturerbes Himeji oder eine traditionelle Teezeremonie und Meditation in einem buddhistischen Tempel auf dem Programm.

Die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Veranstaltung erfolgte auf Einladung des japanischen Erziehungsministeriums. Die Reise wurde durch MINT-EC und das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) organisiert und von der Stiftung Jugend forscht und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. gefördert.

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