Aus was besteht ein Auto? Jugendliche finden es in Forschungscamp heraus.

MINT-EC-Camp Zukunft Werkstoffe vom 10. bis zum 13. März an der TU Bergakademie Freiberg

Berlin/Freiberg, 10.03.2020. Die TU Bergakademie Freiberg öffnet wieder ihre Türen für 18 Schüler*innen von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC. In den kommenden Tagen entdecken sie dort das Themenfeld Werkstoffe und lernen gleichzeitig in Vorlesungen und Laborpraktika das Studierendenleben kennen.

Während des viertägigen MINT-EC-Camps erkunden die Jugendlichen die Prozesskette von der Erzeugung eines Werkstoffes bis hin zur Verarbeitung. Die Teilnehmenden besichtigen zudem die terra mineralia, die Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg. Exkursionen zu Unternehmen in der Region ermöglichen einmalige Einblicke in die Praxis. Dort lernen die Jugendlichen, dass man Werkstoffeigenschaften für den Fahrzeugbau gezielt gestalten kann, um beispielsweise Karosserieteile zu fertigen. 

Die Welt der Werkstoffe ist heute genauso vielfältig wie ihre Einsatzmöglichkeiten. Ein modernes Fahrzeug besteht aus ungefähr 10.000 Einzelteilen. Zum Einsatz kommen dabei die unterschiedlichsten Materialien. Darunter Werkstoffe wie Stahl, Aluminium, Magnesium und zahlreiche Kunststoffsorten. Wie schnell, schwer, sicher oder teuer ein Fortbewegungsmittel ist, hängt nicht zuletzt von der Beschaffenheit und Belastbarkeit seiner Bauteile ab. Es gehört zum Aufgabenfeld von Fahrzeugbauingenieur*innen und von Werkstoffwissenschaftler*innen zu prüfen, welche Materialien für welchen Zweck geeignet sind und unter welchen Bedingungen sie brechen oder sich verbiegen. 

Die Teilnehmenden werden zunächst mit den Vorgängen der Stahlherstellung am Beispiel des Frischprozesses (Herstellung von Stahl aus Roheisen) vertraut gemacht. Der Stahl wird anschließend zur Drahtherstellung mittels Umformverfahren eingesetzt. Außerdem werden Untersuchungen zu den mechanischen Eigenschaften von Stahl durchgeführt. In einem weiteren Projekt wird die Kupfergewinnung mittels Elektrolyse behandelt. Anschließend wird Bronze, deren Hauptbestandteil Kupfer ist, zu einer Gleitlagerbuchse vergossen. 

Während eines Treffens mit Mitgliedern des RaceTech-Racing-Teams und einem erlebnisreichen Werkstoff-Quiz „Escape our Lab“ haben die Jugendlichen zudem Gelegenheit sich mit den Studierenden über das Studium in Freiberg auszutauschen.  

Zum Abschluss des Camps pressen sich die Jugendlichen eigene Medaillen, die noch lange an die Teilnahme am Forschungscamp erinnern werden. Veranstalter ist die Technische Universität Bergakademie Freiberg in Kooperation mit MINT-EC.

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