Markt der MINT-EC-Schulkonzepte

Auf dem Markt der MINT-EC-Schulkonzepte stellen Schulen erprobte Konzepte zu unterschiedlichen Themen wie Begabtenförderung, Digitalisierung oder Mädchenförderung vor. Insgesamt zeigen 21 Schulen 19 Konzepte.

1. Albert-Schweitzer-/Geschwister Scholl Gymnasium, Marl: MINT.trifft.Deutsch – Sprache begreifen
2. Andreas-Vesalius-Gymnasium, Wesel: Aktiv Verantwortungsvoll Gestalten
3. Barnim-Gymnasium, Berlin: Individuelle Förderung im Rahmen von Impulsstunden
4. Deutschhaus-Gymnasium, Würzburg: Hochbegabtenförderung: Vertiefungsarbeiten am DWG
5. Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Filderstadt: Modulbausteine zum fächerübergreifenden bzw. fächerintegrativen MINT-Unterricht
6. Ellinogermaniki Agogi , Griechenland: Stories of Tomorrow
7. Franziskus-Gymnasium, Nonnenwerth: Lokales Mittelstufen-MINT-Camp
8. Goetheschule, Wetzlar: Projekttag zur Förderung der naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen
9. Graf-Stauffenberg-Gymnasium, Flörsheim: Zeigen, was wir können
10. Gymnasium am Kattenberge, Buchholz : Richtig Präsentieren lernen
11. Gymnasium Bad Nenndorf: Mädchen in Naturwissenschaft und Technik
12. Gymnasium Essen-Werden: Wissenschaft & Schule: Projektkurs Biomedizin
13. Gymnasium Papenburg: Erasmus+-Projekt "Matters Of Matter"
14. Gymnasium Sulingen, Ratsgymnasium Osnabrück, Gymnasium Bad Nenndorf: Brückenprojekt „BaSulOs“: Begabtenförderung
15. Johanneum Gymnasium, Herborn: Chemie3 - Begeisterung wecken und Ängste vor MINT-Fächern nehmen
16. Josef-Albers-Gymnasium, Bottrop: Gestaltung jahrgangsübergreifender Projekttage
17. Landrat-Lucas-Gymnasium, Leverkusen: Interessen- und Begabungsförderung im MINT-Bereich im Rahmen eines Drehtürmodells
18. Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, Bonn: MINT-Unterricht als eigenes Unterrichtsfach in den Klassen 5-7
19. Rupprecht-Gymnasium, München: Mathematical modelling and simulation with MATLAB & Simulink

Albert-Schweitzer-/Geschwister Scholl Gymnasium, Marl: MINT.trifft.Deutsch – Sprache begreifen

Die Entwicklung kommunikativer und sozialer Kompetenzen durch praktische MINT-Themen ist eins der Ziele des „MINT.trifft.Deutsch – Sprache begreifen-Projektes“. Ein aktiver Spracherwerb durch spielerisch - entdeckende Lernangebote, die Erfolgserlebnisse auch ohne große Sprachkenntnisse ermöglichen, ist ein weiteres Ziel. Das Projekt zeichnet sich aus durch einen hohen Praxisanteil und die Förderung kultureller Erfahrungen durch reale Begegnungen in Unternehmen, Hochschulen und weiteren Institutionen.

Andreas-Vesalius-Gymnasium, Wesel: Aktiv Verantwortungsvoll Gestalten

Unser Schulprogramm basiert auf drei Profilsäulen: dem MINT-Bereich, dem musisch-künstlerisch-literarischen Bereich und dem sprachlichen Bereich. In diesen Säulen zieht sich als roter Faden die Interessenförderung für stärkere und schwächere Schülerinnen und Schüler durch. Auf fachlicher und sozialer Ebene bieten wir eine Förderung in der Schule und im Netzwerk mit unseren außerschulischen Partnern an, die gezielt auf den einzelnen Schüler und die Schülerin angepasst wird. Schwerpunkte unserer Arbeit sind u.a. die Freiarbeit nach Montessoriprinzipien und die Freiarbeit plus, Rechtschreib- und Dyskalkulieförderung, Förderung in Zusammenarbeit mit dem ICBF Münster, Lerncoaching oder Interessenförderung im MiLeNa-Programm.

Barnim-Gymnasium, Berlin: Individuelle Förderung im Rahmen von Impulsstunden

Am Barnim-Gymnasium ist im Laufe der letzten Jahre zusammen mit Partnerschulen ein Konzept zur individuellen Förderung von Begabungen und Begabten entwickelt worden. Eingebettet in das reguläre Unterrichtskonzept werden ausgewählte Schülerinnen und Schüler zunächst in den Klassenstufen 7 und 8 mit den sozialen und fachlichen Aspekten ihrer besonderen Fähigkeiten vertraut gemacht. Es werden kreatives Denken und kommunikative Auseinandersetzung in den Vordergrund gestellt. In den oberen Klassen wird den Schülerinnen und Schülern dann eine individuelle Förderung und Begleitung insbesondere im MINT Bereich sowohl im schulischen als auch außerschulischen Bereich geboten.

Deutschhaus-Gymnasium, Würzburg: Hochbegabtenförderung: Vertiefungsarbeiten am DWG

In den Jahrgangsstufen 8-10 fertigen die Schülerinnen und Schüler der Modellklassen für Hochbegabte eine Vertiefungsarbeit in einem selbstgewählten Fach an. Das Spektrum der Themen reicht von der Programmierung einer App über die experimentelle Untersuchung naturwissenschaftlicher Phänomene bis hin zum Bau von Anschauungs- oder Funktionsmodellen. Die Vorstellung der Arbeiten findet innerhalb der Klasse statt, aber darüber hinaus auch an einem Vorstellungsnachmittag gegen Ende des Schuljahres.

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Filderstadt: Modulbausteine zum fächerübergreifenden bzw. fächerintegrativen MINT-Unterricht

Das dbg Filderstadt nimmt an zwei Schulversuchen teil, die NwT in der Kursstufe bis zum Abitur (inkl. Abiturprüfung) weiterführen und andererseits extrem MINT-affinen Kindern die Möglichkeit bieten, NwT bereits als Kernfach/Hauptfach in Klasse 6 zu belegen. Daraus ist ein modulares Unterrichtskonzept entstanden, dass fächerübergreifenden und fächerverbindenden naturwissenschaftlichen Unterricht in Kombination mit Technikunterricht umsetzt und sich durch eine enge Verzahnung von Natur- und Ingenieurwissenschaften auszeichnet. 

Ellinogermaniki Agogi , Griechenland: Stories of Tomorrow

Stories of Tomorrow (STORIES) ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit 15 Projektpartnern aus zehn Ländern. In dem Projekt wird das Konzept des „Story-Telling“ als Katalysator für die effektive Interaktion zwischen Kunst- und MINT-Disziplinen getestet. Das Projekt entwirft eine neue Vision für fächerübergreifenden Unterricht und testet, ob ein „tieferes Lernen“ (deeper learning) für Schülerinnen und Schüler dadurch ermöglicht wird. Dazu wird das Projekt innovative Technologien wie z.B. „Augmented / Virtual Reality“-Anwendungen nutzen und eine Story-Telling-Plattform entwickeln, in der die Schülerinnen und Schüler Geschichten über eine Mars-Mission erstellen und veröffentlichen können.

Franziskus-Gymnasium, Nonnenwerth: Lokales Mittelstufen-MINT-Camp

Unsere Idee ist es, auf lokaler Ebene mehrere MINT-EC-Schulen zu vernetzen und dann mit ausgewählten Schülerinnen und Schülern der beteiligten Schulen z.B. im Rahmen von Projekttagen ein Mittelstufen-MINT-Camp zu gestalten. Es entfällt somit der organisatorische (und von der Aufsichtspflicht her für solch junge Schüler schwierig zu leistende) Aufwand der Unterbringung der Schülerinnen und Schüler. Beispielhaft zeigen wir dies mit dem Projekt „Ernährungswissenschaftliches Institut“, das am Franziskus Gymnasium Nonnenwerth vom 13.07. bis 16.07.2015 durchgeführt wurde.

Goetheschule, Wetzlar: Projekttag zur Förderung der naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen

Ausgehend von Forschungsarbeit „Wie lassen sich Kompetenzen des experimentellen Denkens und Arbeitens fördern? Eine empirische Untersuchung der Wirkung eines expliziten und eines impliziten Instruktionsansatzes.“  von Prof. Dr. Andreas Vorholzer, Justus-Liebig-Universität Gießen, entwickelten und implementierten Lehrkräfte einen Projekttag für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase. Dieser besteht aus drei Bausteinen zu den Arbeitsweisen „Naturwissenschaftliche Fragestellungen, Vermutungen und Hypothesen“ sowie „Naturwissenschaftliche Untersuchungen planen“  (Biologie), „Naturwissenschaftliche Untersuchungen auswerten und deuten“  (Physik) und „Die naturwissenschaftliche Untersuchung einer chemischen Reaktion“  (Chemie) und verknüpft diese mit Fachinhalten der Biologie, Chemie und Physik.

Graf-Stauffenberg-Gymnasium, Flörsheim: Zeigen, was wir können

Schülerinnen und Schüler präsentieren Ergebnisse ihrer Arbeit seit sechs Jahren auf der schulinternen MINT-Messe am Ende jedes Schuljahres. Projekte, die im Wahlunterricht in den MINT-Fächern entstehen, Wettbewerbsbeiträge aus zentralen Wettbewerben wie z.B. ""Jugend forscht"" oder Wettbewerben des VDI werden allen Schülerinnen und Schülern, beginnend ab Klassenstufe 5 vorgestellt. Wichtig ist die feste Einbindung der Messe in alle schulischen Fördermaßnahmen im MINT-Bereich und die Einbeziehung von Partnern  aus Wirtschaft und Wissenschaft. Schülerinnen und Schüler gestalten inhaltlich und organisatorisch die Messe mit hoher Eigenständigkeit.

Gymnasium am Kattenberge, Buchholz : Richtig Präsentieren lernen

Präsentieren ist heutzutage nicht nur in der Schule eine wichtige Kompetenz. Während des Konzeptmarktes möchten wir unsere Erfahrungen beim Implementieren der Trainingsmodule von „Jugend präsentiert“ im Bereich der Seminarfächer des gesamten Jahrgangs 11 zeigen. Darüber hinaus möchten wir über unsere Erfahrungen bei der Entwicklung eines entsprechenden Schulcurriculums berichten.

Gymnasium Bad Nenndorf: Mädchen in Naturwissenschaft und Technik

Um Mädchen altersgerecht fördern zu können und das MINT-Interesse frühzeitig zu wecken, bieten wir spezielle AGs  und Programme an wie: Robotik AGs ab Klasse 5: „Roberta-AG“ oder „Robots-on-Stage AG“ (nach dem Konzept „Roberta – Lernen mit Robotern“ des Fraunhofer Instituts für Intelligente Analyse und Informationssystem (IAIS), das gender-differenziert geleitet wird), Teilnahme an Wettbewerben oder „Cybermentor“  für die Jahrgänge 5-12.  Für die Mädchen der Jahrgänge 7 – 13 gibt es den eintägigen Mädchen-und-Technik Kongress des Mikroproduktionstechnischen Instituts der Universität Hannover. Schülerinnen in Jahrgang 11 können sich bei den schulinternen Hochschulinformationstagen über das „Niedersachsen Technikum“ sowie „Pro Technicale“ informieren. Beide Projekte bieten ein technisches Orientierungs- und Qualifizierungsseminar für Schülerinnen nach dem Abitur an. 

Gymnasium Essen-Werden: Wissenschaft & Schule: Projektkurs Biomedizin

Das DFG geförderte Graduiertenkolleg (GRK 2098) Biomedicine of the acid sphingomyelinase/acid ceramidase system beinhaltet unterschiedliche Forschungsschwerpunkte u.a. aus den Bereichen Tumorforschung, bakterielle/virale Infektionen und Herz-Kreislauf Erkrankungen und soll insbesondere der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung dienen. Die gymnasialen Schülerinnen und Schüler sind ein Bestandteil des Graduiertenkollegs, um möglichst früh das Interesse an naturwissenschaftlicher/medizinischer Forschung zu fördern.

Gymnasium Papenburg: Erasmus+-Projekt "Matters Of Matter"

Im Rahmen des "Erasmus+" Programms der Europäischen Union werden u.a. Strategische Partnerschaften im Schulbereich gefördert. Das Gymnasium Papenburg hat zusammen mit Schulen aus Italien, Portugal und Irland die Einbindung neuer Materialien in den Unterricht untersucht. Im Rahmen von Austauschfahrten wurden Experimente entwickelt und getestet sowie Unterrichtsmodule entwickelt

Gymnasium Sulingen, Ratsgymnasium Osnabrück, Gymnasium Bad Nenndorf: Brückenprojekt „BaSulOs“: Begabtenförderung

Die drei niedersächsischen MINT-EC Schulen, Gymnasium Sulingen, Ratsgymnasium Osnabrück und Gymnasium Bad Nenndorf haben im Schuljahr 2011/12 eine gemeinsame Kooperation ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler nach Abschluss des naturwissenschaftlichen Profils in der Mittelstufe und vor Eintritt in die Oberstufe zu fördern. Am Brückenprojekt „BaSulOs“ nehmen ein Jahr lang jeweils acht Schülerinnen und Schüler pro Partnerschule teil. Es beinhaltet drei Exkursionen, die jeweils von einer Partnerschule organisiert und durchgeführt werden. Es zeigte sich in den vergangenen sechs Jahren in jedem Durchgang eine hohe Mädchenbeteiligung, ein enges Zusammenwachsen der Schülergruppen und ein besonderes Interesse, diese Exkursionen außerhalb des gewohnten Schulalltags durchzuführen. 

Johanneum Gymnasium, Herborn: Chemie3 - Begeisterung wecken und Ängste vor MINT-Fächern nehmen

Um Schülerinnen und Schülern früh Einblicke in die Chemie zu geben und Vorurteile abzubauen, haben wir für alle Jahrgänge spezielle Projekte entwickelt, z.B. Theatervorführungen oder Experimentalvormittage. Besonders hervorzuheben sind die regionalen MINT-Camps, die wir in Kooperation mit zwei weiteren MINT-EC-Schulen jährlich durchführen. Währenddessen können Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse eine Woche in einem Schülerlabor arbeiten. 

Josef-Albers-Gymnasium, Bottrop: Gestaltung jahrgangsübergreifender Projekttage

In der Woche vor den Sommerferien werden an zwei Tagen Projekte jahrgangsübergreifend durchgeführt. Organisiert und veranstaltet werden z.B. eine Science Fair, eine MINT-Gala mit umfangreichen Bühnenprogramm. Außerdem wird das Bühnenprogramm für das Sportfest fertiggestellt. Über eine digitale Wahplattform informieren sich die Schülerinnen und Schüler über das Angebot.

Landrat-Lucas-Gymnasium, Leverkusen: Interessen- und Begabungsförderung im MINT-Bereich im Rahmen eines Drehtürmodells

Bei der MINT-Drehtür handelt es sich um ein zusätzliches Angebot zur Förderung von besonderen Interessen und Begabungen im MINT-Bereich von ausgewählten guten und sehr guten Schülerinnen und Schülern. Das Grundprinzip eines Drehtür-Modells besteht darin, einzelne Schülerinnen und Schüler für einen festgelegten Zeitraum von der Teilnahme am regulären Unterricht zu befreien und Möglichkeiten für die Umsetzung von mehr oder weniger aufwendigen naturwissenschaftlichen Projekten oder zur Vorbereitung und Teilnahme an Wettbewerben zu schaffen.

Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, Bonn: MINT-Unterricht als eigenes Unterrichtsfach in den Klassen 5-7

Schülerinnen und Schüler, die sich für den MINT-Schwerpunkt entscheiden, werden in eigenen MINT-Profil-Klassen unterrichtet und erhalten neben dem regulären Fachunterricht in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern zusätzlichen MINT-Unterricht im Umfang von zwei Wochenstunden. Diese Vertiefung setzt sich in den Klassen 6 und 7 fort. Dieser zusätzliche Unterricht wird in halbjährigen Modulen erteilt und beginnt in 5.1 mit einem Unterrichtsmodul zum Thema "Grundlagen des naturwissenschaftlichen Arbeitens – Forschen wie ein Naturwissenschaftler". In den folgenden Halbjahren 5.2. bis 7.2 schließen sich weitere Module zu fächerverbindenden Themenfeldern in den MINT-Fächern mit besonderer handlungs- und projektorientierten Schwerpunktsetzung an. 

Rupprecht-Gymnasium, München: Mathematical modelling and simulation with MATLAB & Simulink

Eingebettet in das Rahmenthema „Mathematical modelling and simulation with MATLAB & Simulink“ bearbeiten die Schülerinnen und Schüler in dem wissenschaftspropädeutischen Seminar der bayerischen gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufe 11 und 12) individuelle Themenstellungen aus den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaft und Technik oder auch der Ökonomie. Die Modellierungen und Simulationen werden jeweils mit der Software MATLAB bzw. Simulink der Firma MathWorks durchgeführt. Dabei erwerben die Seminarteilnehmer nicht nur wichtige Kompetenzen im Bereich des wissenschaftlichen mathematischen Modellierens und Simulierens, sondern auch im Umgang mit den verwendeten Softwarewerkzeugen und der Wissenschaftssprache Englisch, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Seminararbeiten verfassen und in der auch die Präsentationen erfolgen.

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