Goetheschule Wetzlar, Wetzlar Wie leben wir im Jahr 2030?

Veränderte Kommunikationsweisen, neue Formen der Mobilität, künstliche Intelligenz - die Welt verändert sich zunehmend. Wie der Fortschritt die Gesellschaft beeinflusst, welche Entscheidungen bei aller Technologie in der Hand des Menschen bleiben müssen und welche Chancen und Gefahren die Modernisierung unseres Lebens mit sich bringt, damit haben sich jetzt einen Tag lang die Schüler der Wetzlarer Goetheschule beschäftigt.

 

 

„Gesellschaft 2030“ war der Titel eines Projekttages, der die Schüler zum Nachdenken über aktuelle gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische und wissenschaftliche Entwicklungen anregen sollte. Einen ganzen Schulvormittag hatten die Schüler der Jahrgangsstufe Q3 Gelegenheit, in unterschiedlichen Workshops den Themen ihrer Wahl nachzugehen. Dabei ging es etwa um die Frage, wie künstliche Intelligenz und Roboter unser Leben verändern. Andere Workshops beschäftigten sich mit dem Thema Stadtentwicklung in Zeiten des zunehmenden Online-Shoppings oder der „Herausforderung globaler Klimawandel“ und der Frage, ob nachhaltige Entwicklung hier ein Ansatz zur Lösung sein kann.

Um „Fake News“ und „Filterblasen“ ging es in der Arbeitsgruppe mit dem Titel „Google, Facebook, Twitter – macht ihr mir die Welt, wie sie mir gefällt?“ und der Workshop „Emojis“ beschäftigte sich mit dem Beitrag der kleinen gelben Gesichter zur modernen Kommunikation. Anders als mancher Schüler es aus dem Unterricht gewohnt ist, hieß es in der Einladung zum diesem Workshop ausdrücklich „Bitte bringen Sie ihr Smartphone mit!“

 

 

 

Unter dem Schlagwort „Human Enhancement“ gingen die Schüler ethischen Fragen in Zusammenhang mit der Möglichkeit, den Menschen durch Biotechnologie zu verändern und zu „verbessern“, und auch mit den Themen E-Mobilität und autonomes Fahren konnten sich die Schüler beschäftigen.

Bei alledem war das Ziel stets eine objektive Betrachtung der Chancen, Gefahren und offenen Fragen. Weder sollte unkritische Begeisterung noch allzu großer Pessimismus Resultat des Projekttages sein. Die Ergebnisse der Überlegungen in den einzelnen Workshops präsentierten die Goetheschüler zum Abschluss in einem „Museumsrundgang“.

 

 

 

Thorsten Fuchs, Fachbereichsleiter für die Gesellschaftswissenschaften an der Goetheschule, zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Die beteiligten Kollegen hätten den Schülern ein sehr interessantes und vielfältiges Angebot unterbreitet, es bleibe der Eindruck, dass der Tag für viele Schüler das Bewusstsein für die Dimensionen des derzeitigen Wandels geweckt habe.

 

 

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