Karolinen-Gymnasium Rosenheim, Rosenheim Warum ist die Zunge der Giraffe eigentlich blau? – MINT-EC-Camp in Wiesbaden

F. Quander

Begonnen hat das Camp am Dienstag mit einer kleinen Stadtführung durch Wiesbaden, bevor es dann endlich am Mittwoch in den Opel Zoo in Königsberg ging. Dort angekommen gab es eine erste Tour durch den Tierpark mit vielen interessanten Hintergrundinformationen zu den verschiedensten Tieren und exklusivem Einlass in die frisch gebaute Madagaskar-Voliere u.a. mit den sehr zutraulichen roten Varis (Feuchtnasenaffen) sowie den etwas vorsichtigeren Kattas. Anschließend bekamen wir einen Einblick in die Formen und Möglichkeiten der Verhaltensbiologie und konnten uns für eine Tierart entscheiden, die wir in Gruppen von 2-6 Personen beobachten und letztendlich interpretieren wollten. Zur Hilfe stand auch ein Tablet mit passender App, in welche die Bewegungen und verschiedensten Interaktionen der jeweiligen Tiere eingetragen werden konnten.

In meiner Gruppe haben wir uns näher mit den drei Elefanten des Zoos, jeweils einer jungen und alten Elefantenkuh und einem 13-jährigen Elefantenbullen, befasst. Nachdem der Bulle zunächst in einem anderen Gehege war und über zwei Stunden nichts passierte, wurde er am Donnerstag, dem dritten Tag, endlich in das gemeinsame Gehege gelassen. Bei den Spielereien der beiden jungen Tiere konnten dann nahezu alle Verhaltensweisen be­­­­­­­­­­­­­­­obachtet werden, die in einer der vorher gelesenen Facharbeiten beschrieben waren. Es zeigt sich also, dass Verhaltensbiologen eine große Geduld haben müssen, für die sie zu guter Letzt aber meistens belohnt werden.

Trotz intensiver Beobachtungen blieb aber erfreulicherweise auch Zeit für andere Dinge wie eine Führung durch den Giraffen- und Zebrastall mit anschließender Giraffenfütterung. Es stellte sich heraus, dass die Giraffenzunge aufgrund des Schutzes vor einem Sonnenbrand so blau ist. Auch die Erdmännchen durften wir mit Mehlwürmern versorgen und die durchaus scharfen Krallen auf unseren Händen spüren, die nach dem Futter suchten.

Für das Kennenlernen der anderen Teilnehmer bot der freie Abend am Mittwoch eine hervorragende Gelegenheit, aber auch während den Beobachtungen und Aktivitäten konnte man sich schon mit vielen netten Leuten aus ganz Deutschland austauschen.

Zum Abschluss des Camps folgte am Freitag die Präsentation der Ergebnisse in der Martin-Niemöller-Schule, die das Camp veranstaltet hat. Dabei gab es so viele Dinge zu erzählen, dass die Zeit beinahe nicht ausgereicht hätte.

Insgesamt war mein zweites MINT-EC-Camp wieder eine tolle Erfahrung. Nicht nur die fachliche Bereicherung, die auf diese Art im Schulbetrieb nicht möglich ist, sondern auch die Möglichkeiten, wie Tierfütterungen, neue Kontakte und neue Bekannt- oder sogar Freundschaften machen dieses Erlebnis so besonders. Insofern kann ich jedem der fasziniert von Themen aus dem MINT-Bereich ist, nur wärmstens zu empfehlen, sich auf ein MINT-EC-Camp zu bewerben.

 

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