Marienschule Lippstadt Gymnasium und Aufbaugymnasium, Lippstadt Umweltthemen aus neuer Perspektive

In Rahmen des Projekts „Schule der Zukunft“ hatten unsere Schülerinnen und Schüler des Wahlbereichs „Angewandte Naturwissenschaften“ (Jahrgangsstufe 10) bereits vor kurzem das Projekt „Wildblumenwiese“ an der Marienschule, begleitet durch die ABU und ihre Biologielehrerin Alexandra Kroliczek, in Angriff genommen. Zusätzlich haben sie an einer Online-Umweltbildung von „Geoscopia“ teilgenommen. Dort lernten sie anhand von Live-Satellitenbildern globale Zusammenhänge lokal zu verstehen. Sachkundig erläuterte Christian Voigt, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld, dass z.B. auf den Fotos rund um den Titicacasee in Kolumbien Nebelwolken zu sehen sind, bei denen es sich eigentlich um Brandrodung handelt. Dadurch sind innerhalb von 16 Jahren riesige Flächen Wald verschwunden, damit diese Fläche für den Soja-Anbau verwendet werden kann.

Mit dem Auftrag zu erarbeiten, was Schule für den Klimaschutz tun kann, machten sich die Kursteilnehmer des Wahlbereichs im Unterricht an die Planung. Am gleichen Tag nahm die Klasse 5a mit Projektleiterin Meike Schütte an einer Online-Geoscopia-Fortbildung mit dem Schwerpunkt „Wetter“ teil und wurde mit demselben Auftrag in die Projektarbeit geschickt.

Ihre Ergebnisse galt es sodann während der Klima-Woche in Bielefeld live bei YouTube/Facebook vorzustellen. Fast 500 (!) Teilnehmer*innen aus aller Welt waren anwesend und präsentierten Vorträge zu ihrer Aktivität im Bereich Klimaschutz. Da waren zum Beispiel das Hamrahlid College in Island mit seinen 100 Klimazielen, die eine Trauerfeier zum Schmelzen eines Gletschers veranstaltet haben, zudem die Co-Moderatorin des Klimatages Jule Jaspers, die in der Karibik Müll gesammelt hat, verbunden mit dem Appell, weniger Plastik zu verbrauchen. Einen besonders bewegenden Bestandteil der Klimakonferenz lieferte schließlich Robert Marc Lehmann, der von National Geographic als Fotograph des Jahres ausgezeichnete Meeresbiologe und Umweltschützer, mit seinem Kampf für Klimaschutz und Rettung von Wildtieren in Gefangenschaft. Er engagiert sich für den Stopp des Exports von Haifischflossen durch die EU und lieferte emotionale Bilder, warum jeder bei sich selbst anfangen muss, um z.B. seinen Verbrauch an Plastik zu reduzieren, da sogar einheimische Basstölpel auf Helgoland alte Fischernetze zum Nestbau benutzen, um ihre Jungvögel zu bebrüten, in denen sie sich jedoch verheddern und grausam verenden.

Zu guter letzt lobte Lehmann erfreut die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler der fünf vertretenen Schulen. Ein aufregender Moment war da sicherlich, als Damian Cosack, stellvertretend für die Marienschüler und -schülerinnen deren Projekte erläuterte, wie beispielsweise die Umgestaltung des Schulgeländes (z.B. durch Solaranlagen) und die Einführung eines Mehrweg-Bechers im MarienSchulcafé. Der Grundtenor in der Nachbesprechung des Klimatages in Bielefeld war die Begeisterung dafür, dass so viele Menschen damit erreicht werden können, wie vielfältig und informativ die verschiedenen Beiträge waren und dass aufgezeigt wurde, dass jeder einzelne schon heute in kleinen Schritten etwas tun kann, um sich für den Klimaschutz einzusetzen. Unsere Schülerinnen und Schüler nahmen viele Ideen und Anregungen für ihren Alltag mit und werden sich für die Umsetzung umweltfreundlicher Projekte an der Marienschule weiterhin schrittweise engagieren.

„Ihr werdet von uns hören!“, versprachen sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern.

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