Christoph-Probst-Gymnasium Gilching, Gilching Schulwettbewerb Nanotechnologie 3. Platz

„Farbwechsel auf Knopfdruck – elektrisch umschaltbare Farben“

So lautet der Titel, den die vier Schülerinnen Julia Böhnert, Lena Gregorio, Regina Hackenberg und Sarah Preis (alle 9. Jahrgangsstufe) ihrem preisgekrönten Plakat gegeben haben. Dieses wurde im Zuge des zweitägigen Projekts „Faszination Nanotechnologie“ der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) erstellt und erreichte bayernweit den 3. Platz. Das Christoph-Probst-Gymnasium Gilching gratuliert den Jungforscherinnen und Ihrer betreuenden Lehrkraft, Frau StRin Katharina Seidl, sehr herzlich und sieht damit auch die am Christoph-Probst-Gymnasium Gilching geleistete ausgezeichnete MINT-Nachwuchsförderung bestätigt. 

An den zwei Projekttagen waren junge Wissenschaftler und Doktoranden an der Schule zu Gast. Neben einem spannenden Vortrag konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Experimente zu verschiedenen Themen, wie den Lotuseffekt oder das Sichtbarmachen von Nanopartikeln in einer Spülmittellösung mittels Laserstrahlen, sowie die Arbeit mit Hightech-Mikroskopen förderten das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Nanotechnologie. Ein besonderes Highlight war die Demonstration der Vermessung einer DVD mit dem Rasterkraftmikroskop.  Darüber hinaus bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in der Zeit bis zum zweiten Projekttag ein vorgegebenes Nano-Thema, welches sie als Poster präsentierten.

Die vier Schülerinnen entschieden sich für die elektrisch umschaltbaren Farben und erstellten einen ansprechenden Vortrag. Dabei gingen sie auf Farbwechsel in der Natur ein (z.B. beim Chamäleon) und zogen die Parallelen zur Nanotechnologie. Elektrochrome Stoffe lassen sich elektrisch zwischen verschiedenen Farben hin und her schalten. Der Effekt beruht auf einer Änderung der Lichtabsorption durch strominduzierte Oxidations- oder Reduktionsprozesse. Inzwischen decken elektrochrome Stoffe das gesamte Farbspektrum ab. Außerdem sind sie preiswert und verbrauchen wenig Strom. Das macht sie für viele Anwendungen attraktiv. Allerdings sind ihre Schaltzeiten noch relativ lang. Zu den ersten kommerziellen Produkten zählen Rückspiegel mit automatischem Blendschutz, die sich elektrisch abdunkeln lassen, und Lackfarben von Autos. Diese Aspekte berücksichtigten die Schülerinnen auf ihrem Poster und in ihrem Vortrag und wurden verdient für ihre Arbeit ausgezeichnet.

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