Liebigschule Gießen, Gießen Projekt "Gießener Jugendliche forschen" und die Kooperation mit der Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher

Schott

Die Liebigschule arbeitet eng mit der Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher der JLU Gießen, die von Prof. Dr. Ziemek und Prof. Dr. Wissemann ins Leben gerufen wurde, zusammen.

Seit 2013 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen der Liebigschule Gießen und der Universität Gießen vertreten durch die Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher der JLU (HHA) und dem Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) der JLU-Gießen. Die Zusammenarbeit umfasst dabei verschiedene Bereiche:

  • Kooperationen im Bereich Examens-, Master- und Doktorarbeiten
  • Studentinnen und Studenten führen Unterrichtseinheiten durch oder befragen Schülerinnen und Schüler mit im Institut für Biologie-Didaktik entwickelten Fragebögen.
  • Eine Studentin richtete beispielsweise in ihrer Examensarbeit einen digitalen Bienenstock in der Schule ein.
  • Die Liebigschule sorgt jedes Jahr für einen erhöhte Aufnahme und Betreuung von Praktikanten und speziell von Praktikantinnen und Praktikanten des Fachbereichs Biologie. Frau Dr. Karl betreut die Praktikantinnen und Praktikanten als Lehrbeauftragte im Rahmen der Vor- und Nachbereitung des Praktikums. 

Projekte von Seiten der Universität:

  • Projekt GiJufo („Gießener Jugendliche forschen“)   Das Foto zeigt Sophia Krastev bei der Präsentation ihrer Arbeit beim Wissenschaftsfestival 2019 

Seit 2015 können Schülergruppen jedes Jahr eigene Forschungsprojekte unter Anleitung von Lehramtsstudenten durchführen, finanziert und betreut über die HHA. Das von Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek und Dr. Julian Roth-Brennecke ins Leben gerufene Projekt soll es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ein Forschungsprojekt unter Betreuung durch studentische Mentoren durchzuführen oder aber auch Forschungsideen mit deren Hilfe zu entwickeln. Projekte aus allen MINT-Bereichen sind hier möglich. Das Projekt läuft an verschiedenen Gießener Schulen und umfasst den Zeitraum von nach den Osterferien bis Ende November.

Anfang Dezember endet das Projekt mit einem „Wissenschaftsfestival“, bei dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, ihre Ergebnisse mithilfe von erstellten Postern der Öffentlichkeit vorzustellen. In diesem Rahmen werden die Arbeiten von sog. „Science Coaches“, das sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Gießen begutachtet. Jede Schülergruppe erhält dabei ein individuelles Feedback zu ihrer Arbeit. Hierbei steht nicht der Wettbewerbsgedanke im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit der Präsentation der Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler erhalten ferner Anregungen zur Weiterarbeit von den Science Coaches.

Das Projekt bietet die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu universitären Forschungseinrichtungen (Forschen an der Universität Gießen) und aus ihm erwachsen oftmals „Jugend forscht“ Arbeiten, die Schülerinnen und Schüler auch bei diesem Wettbewerb präsentieren.

Unter folgendem Link „https://www.liebigschule-giessen.de/index.php?option=com_docman&view=document&alias=572-projekte-gijufo&category_slug=mint&Itemid=289“ können Sie die Themen der in den letzten Jahren erstellten Arbeiten einsehen.

Wenn Sie die Arbeit unterstützen möchten, finden Sie hier die Homepage des „Fördervereins der Hermann-Hoffmann-Akademie“: www.foerderverein-hha.de

  •  in der HHA
  • Das Buntbarschlabor bietet Schulklassen der Jahrgangsstufe 6 beim Thema Fische die Möglichkeit Verhaltensbeobachtungen oder auch Attrappen-Versuche selbstständig zu planen und auszuwerten. Oberstufenkurse profitieren beim Thema Verhalten durch die Möglichkeit auf höherem Niveau Experimente mit Buntbarschen durchzuführen und somit den Weg der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung praktisch zu erlernen.
  • Seit Januar 2019 ist im Hörsaal der HHA ein vollständiges Pottwal-Skelett ausgestellt. Auch hier haben Klassen der Unter-, Mittel- und Oberstufe die Möglichkeit im Rahmen von Führungen, sich über die Lebensweise dieser Meeressäuger zu informieren. Einige Klassen der Unter- und Oberstufe konnten bereits im Laufe des Jahres 2019 das Skelett in Augenschein nehmen.
  • Die Vogelsammlung und andere Sammlungspräparate Die umfangreiche Präparate-Sammlung der Liebigschule mit diversen Vogel- und Säugetierpräparaten konnte durch den Umzug in die HHA erhalten werden. Dort ist eine umfangreiche Präparate-Sammlung in der Entstehung. Zukünftig wird es Schülerinnen und Schüler möglich sein, diese Sammlung zu besichtigen und Lehrerinnen und Lehrer der Liebigschule werden Tierpräparate an die Schule ausleihen können.

Von der Kooperation profitieren Schüler, Lehrer, Studenten und damit Universität und Schule:

  • Die HHA und der Botanische Garten sind zu Fuß sehr gut zu erreichen. Der Weg zur Senkenbergstraße umfasst lediglich 10-15 min.
  • Schüler profitieren durch Möglichkeiten der Vertiefung und Erarbeitung von Themen oder Forschungsprojekten an der HHA, in von Studenten vorbereiteten Experimenten oder im Rahmen von Führungen und Projekttagen.
  • Studentinnen und Studenten können schon im Studium vermehrt mit Schülern arbeiten, sie Lernen durch Lehren. Dabei erfolgt eine Vertiefung der eigenen Fähigkeiten bezüglich des wissenschaftlichen Arbeitens z.B. im Rahmen des Projektes „Gießener Jugendliche forschen“ (GiJufo) oder der Erarbeitung von Unterrichtseinheiten.
  • Lehrer erhalten Möglichkeiten am außerschulischen Lernort erarbeitete Unterrichtseinheiten zu vertiefen bzw. Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten zur Durchführung wissenschaftlicher Arbeiten anzubieten und zu ermöglichen (GiJufo).

Das Foto zeigt Sophia Krastev bei der Präsentation ihrer Arbeit beim Wissenschaftsfestival 2019.

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