Europaschule Schulzentrum SII Utbremen, Bremen PAD-gekürtes Projekt an der Europaschule Utbremen

Nils Peschke

Die Europaschule wurde für ihr Engagement vom Pädagogischen Austauschdienst gekürt.

Ein Projekt zu Thema E-Mobilität mit der Shanghai I&C Foreign Languages School führte zu diesem Erfolg.

Der Projektleiter Nils Peschke zu diesem Projekt:

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 „Wenn wir ein E-Fahrzeug entwickeln würden, wie würde das aussehen?“ Diese Frage stellten sich Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge DQ Wirtschaftsassistent*innen Fremdsprachen der Europaschule SZ SII Utbremen zu Beginn ihres Projekts zur Elektromobilität, mit der Partnerschule Shanghai I&C Foreign Languages School.

 In ihrer berufspraktischen Ausbildung als Wirtschaftsassistentinnen und -assistenten engagieren sie sich in Übungsfirmen, die weltweit agieren. Die fachpraktische kaufmännische Ausbildung an unserer Schule erfolgt daher in einem (Übungs-)Großhandelsunternehmen. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen hier die typischen Abteilungen eines Handelsunternehmens, wie z. B. Einkauf, Verkauf, Marketing und Rechnungswesen. Die gesamte Kommunikation und der Austausch mit den anderen Übungsunternehmen ist real, nur die Produkte sind virtuell.

 Für die Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule in Shanghai, sollten sich alle Schülerinnen und Schüler, in Bremen und Shanghai, über den Stand der Entwicklung der E-Mobilität in ihrer jeweiligen Stadt informieren. Die Ergebnisse wurden im Vorfeld der Reise mit den chinesischen Partnern in Videokonferenzen vorgestellt und diskutiert. In einer Chinesisch-AG wurden die Schülerinnen und Schüler in Sprache und Kultur Chinas ein.

 Schließlich lebten die elf Jugendlichen aus Bremen im Dezember 2019 für zwei Wochen in Shanghai in Gastfamilien und arbeiteten in binationalen Teams, um gemeinsam Konzepte für neuartige Elektrofahrzeuge zu entwickeln und deren Markttauglichkeit zu prüfen. Es sollten alltagstaugliche Fahrzeuge erfunden werden, die ein bestehendes Problem lösen sollten: die Verbesserung der Luftqualität und die Verringerung des CO2-Abdrucks.

 Die Umsetzung war nicht immer einfach. Fragestellungen wie „Für wen ist das Produkt bestimmt?“ „Wie sieht es mit der technischen Umsetzung aus?“ „Vermitteln das Design und das Logo die richtige Botschaft?“, sorgten für viele spannende Diskussionen. Doch weder die vielen Fragen noch Verständigungsprobleme konnten die gute Stimmung dämpfen.

 Nach vielen Stunden Arbeit, bei der auch das kulturell geprägte Zusatzprogramm nicht zu kurz kam, wurden bei der „Closing ceremony“ in der Aula der Schule in Shanghai, die Ergebnisse der Teams vorgestellt. Geschäftsmodelle waren unter anderem eine solarbetriebene Yacht und ein Wohnmobil mit Elektroantrieb sowie ein Solarpanel-System, welches an Linien-Busse angebracht wird. So sollten gewöhnliche Diesel- oder Benzin-Busse zu einem Hybridbus aufgerüstet werden können um sich selbst mit Energie versorgen, ohne auf das öffentliche Stromnetz angewiesen zu sein.

 Der PAD stellt die beispielhafte Schulpartnerschaft als "Projekt des Monats" im August 2020 vor. Es zeigt beispielhaft, wie internationaler Austausch im Schulbereich gelingen kann. Die beteiligten Einrichtungen erhalten auf diese Weise Anerkennung für ihr Engagement. Außerdem kann der PAD mit dem "Projekt des Monats" die öffentliche Aufmerksamkeit auf Austauschprojekte mit hoher Qualität richten.

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Wir gratulieren zu diesem Erfolg!

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