Franziskus Gymnasium Nonnenwerth, Remagen MINT am Abend – Junior Edition

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Zum ersten Mal fand in diesem Schuljahr eine Junior Edition unserer beliebten Veranstaltung „MINT am Abend – Die Wissenschafts-Show!“ statt, weil es auch aus den Klassen 5-9 in diesem Jahr so viele spannende und interessante Forschungsbeiträge gab, dass nicht alle am Abend der Großen vorgestellt werden konnten. Dies lag zu einem großen Teil am neuen Differenzierungskonzept unseres Gymnasiums. Viele junge Forscherinnen und Forscher erhielten im Rahmen der Begabungsförderung die Chance, sich in einer Stunde der Woche ihren naturwissenschaftlichen und mathematischen Studien zu widmen und eigene Projekte zu verfolgen.

Was dabei herauskam, konnte sich sehen lassen und fand den großen Applaus des Publikums, das am Ende dieser Veranstaltung auch diesmal wieder einen Publikumspreis vergeben durfte. Für ihre Arbeiten waren viele der beteiligten Schülerinnen und Schüler bereits beim Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ mit Preisen ausgezeichnet worden.

Den Anfang machte Timm Sachse (6b), der stellvertretend für seine Gruppe ein Programm zur grafischen Darstellung und Untersuchung der Fibonacci-Reihe beim Teilen durch verschiedene Zahlen vorstellte. Bei ihren Untersuchungen hatte sich gezeigt, dass bei der Division die Reste bestimmte Ketten durchlaufen und so interessante Muster in Additionstabellen ergeben.

Ben Hegebarth (5a) präsentierte im Anschluss daran die Konstruktion des Humanoid LEGO Roboters NOVERO 4.0, die seine Gruppe im Rahmen der Forscher-AG entwickelt hatte. Bei diesem Prozess mussten die jungen Ingenieure viele Herausforderungen meistern. Der Roboter ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet und so programmiert, dass er sich selbstständig in den Gängen des Nonnenwerther Gymnasiums bewegen und verschiedene Aufgaben ausführen kann.

Rafael Klein (6b) erwies sich als Experte für die Programmierung des Humanoid LEGO Roboters NOVERO 4.0. Im Hinblick auf die derzeitige Corona-Lage fungiert der Roboter in dem Projekt seiner Gruppe als Helfer, der kontrolliert, ob Abstände eingehalten werden, und zum Lüften auffordert, sobald die Luftqualität in einem Klassenraum zu stark sinkt.

Den Abbau von nachhaltigen Kunststoffen untersuchte Gabriel Steege (8b) in seiner Forschungsarbeit. Er berichtete von verschiedenen Versuchen, ein geeignetes Folienmaterial zu entwickeln. Sein neuestes Projekt ist ein Kunststoff auf Basis von Bananenschalen, mit dem er massive Gegenstände herstellen will. Sein Ziel ist es sogar, diesen Stoff zur Marktreife weiterzuentwickeln und im Rahmen einer Schülerfirma zu vermarkten. Wir drücken dem Jungingenieur und Jungunternehmer die Daumen!

In die Welt der künstlichen Intelligenz führte Hadi El Kaleh (9b) das Publikum ein. Er verglich den Aufbau neuronaler Netzwerke mit dem menschlichen Gehirn und verdeutlichte, das für beide Konstrukte ähnliche Prinzipien gelten. Am Beispiel der Bild- und Mustererkennung erläuterte er die Funktionsweise von lernfähigen neuronalen Netzwerken.

Tristan Moritz (9a) stellte die Entwicklung von Solarzellen aus nachhaltig gewonnenen Pflanzenfarbstoffen dar, die seiner Gruppe gelungen war und für die sie im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ nicht nur mit ei­nem 1. Platz im Landeswettbewerb, sondern zusätzlich mit dem „Sonderpreis Energiewende“ ausgezeichnet worden waren. Er verdeutlichte auch, dass ihre Forschungsarbeit damit noch nicht beendet ist, sondern sich die Jugendlichen nun dem Problem zuwenden wollen, wie man diese Solarzellen für die Energieversorgung von Elektrokleingeräten nutzen kann.

Spannend ist auch die Zusammenarbeit von Florian Förster (9b) mit unserem Ehemaligen Fabian Schlott (Abitur 2020). Die beiden ermöglichten dem Publikum tiefe Einblicke in ihre Forschungsarbeit zum Collatz-Problem, das der deutsche Mathematiker Lothar Collatz 1937 formulierte und das bis heute als ungelöst gilt. Sie haben nämlich das ursprüngliche Problem auf den Bereich der negativen Zahlen erweitert und sind dabei auf höchst interessante Regelmäßigkeiten gestoßen, die bislang in der mathematischen Fachwelt noch nicht diskutiert wurden. Eine echte Terra incognita, in der die beiden Nonnenwerther da aufgebrochen sind.

Sie überzeugten mit ihrem engagierten und motivierenden Vortrag das Publikum so sehr, dass sie den abschließenden Wettstreit um den Publikumspreis für sich entscheiden konnten.

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