Anne-Frank-Gymnasium Werne, Werne Gründer-Welten InTelligent vernetzt

AFG Werne

Dr. Dustin Feld (2.v. links), Geschäftsführer der adiutaByte GmbH aus St. Augustin, zeigte sich beeindruckt von den IT- und KI-Aktivitäten und Kompetenzen des AFG. „Solch eine aktive und gut aufgestellte Schule habe ich bisher noch nicht gesehen“, sagte er bei seinem Besuch am Dienstag. Sein Blickwinkel ist dabei ebenso modern wie weitreichend. In seinem erfolgreichen Startup-Unternehmen mit Sitz in St. Augustin dreht sich alles um das Thema „Flottenplanung“: Welche Kräfte und Ressourcen können in welcher Reihenfolge an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden, damit eine optimale Versorgung gewährleistet ist? Das Spin-off des Fraunhofer SCAI zählt dadurch Entsorgungsunternehmen ebenso zu seinen Kunden wie Pflegedienste. Zur Planungsunterstützung werden Systeme auf der Basis Künstlicher Intelligenzen (KI) entwickelt und genutzt.

Hierbei ergibt sich direkt ein Ansatzpunkt zur Zusammenarbeit mit dem Anne-Frank-Gymnasium. Seit dem laufenden Schuljahr wird die KI in Form eines Projektkurses Informatik und einer Arbeitsgemeinschaft vermittelt und gefördert. „Viele reden von KI und stellen sich gar nicht das Richtige darunter vor“, so Feld. Am AFG seien aber direkt die Angebote vorhanden, um selbst die richtigen Erfahrungen mit KI zu machen, fügt er hinzu. Trotzdem oder gerade deshalb „brauchen die Schülerinnen und Schüler gute Einsatzbeispiele und KI-Experten als Anleiter und Ansprechpartner“, meint Informatiklehrer Maik Bäumer (3.v.l.), der den Projektkurs leitet. Mitnichten handelt es sich beim Thema KI und eine Wissenschaftsrichtung, die sich auf das Programmieren, Anlernen, Testen und Einsetzen von Systemen des Maschinellen Lernens beschränkt. „In der Oberstufe ist auch die Ethik im Zusammenhang mit KI ein herausforderndes Thema“, beschreibt Philosophielehrer Johannes-Joachim Brysch (rechts im Bild) ein überaus weites Feld, in dem mache Leitplanken momentan noch nicht gesetzt sind. „Haftungsfragen sind zum Beispiel beim Einsatz von KI in der Pflege extrem komplex. Derzeit gibt es auch noch keine Haftpflichtversicherung für Algorithmen.“, weiß Feld, der sich auch intensiv mit den ethischen Aspekten auseinander setzt.

Ebenso ergeben sich Kooperationsmöglichkeiten im mathematischen Bereich, denn KI wertet oft enorm große Datenmengen unter verschiedenen statistischen Gesichtspunkten aus, um daraus antrainierte Schlüsse zu ziehen. MINT-Koordinatorin und Mathelehrerin Julia Krickau (4.v.l.) kann sich zum Beispiel sehr gut Facharbeiten in der Oberstufe in Kooperation mit der adiutaByte GmbH vorstellen. Auch die Studien- und Berufswahlorientierung wird von der Vernetzung des AFG mit dem innovativen Startup profitieren, sind sich Schulleiter Marcel Damberg (links) und Dr. Dustin Feld einig. Neben der Durchführung von Praktika spielt zudem der Gedanke an mutige Gründer eine Rolle: Mit dem Maker Space und der Schülerfirma „AuF Gehts 3D“ sind am AFG bereits Strukturen vorhanden, die in der Gründerszene hoch angesehen sind und die von der Expertise des neuen Partners des AFG sicherlich profitieren werden.

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