Goetheschule Wetzlar, Wetzlar Goetheschüler forscht als einer von 16 hessischen Schülern beim „Erfinderlabor“

Bereits zum 27. Mal hat jetzt das Zentrum für Chemie (ZFC) seinen einwöchigen Wissenschafts-Workshop „Erfinderlabor“ veranstaltet. Hierzu wählte das ZFC jeweils acht hessische Schülerinnen und Schüler aus, die zu einer exklusiven Reise in spannende Zukunftstechnologien eingeladen wurden. Diesmal drehte sich beim Erfinderlabor alles um die Themen Elektromobilität und Brennstoffzellen, die in Zeiten von Dieselkrise und Schadstoffdebatte neue Aktualität genießen.

Einer der Teilnehmer war Paul Martin Sander von der Goetheschule in Wetzlar. Er lobte die Veranstaltung und sagte: „Das Erfinderlabor zeichnet sich dadurch aus, dass wir selbst in kleinen Gruppen forschen und experimentieren konnten, um unsere Aufgabe zu erfüllen.“ Durch die Zusammenarbeit mit anderen kreativen und interessierten Schülern seien in kürzester Zeit gute Konzepte entstanden, die Arbeit sei sehr produktiv gewesen. Das gemeinsame Interesse an naturwissenschaftlichen Themen habe sich sehr positiv auf die Atmosphäre ausgewirkt.

Der Workshop ist das prominenteste von mehreren Bildungsprojekten unter dem Dach der Initiative "Schule 3.0", die Zukunftstechnologien in den Regelunterricht integrieren will, um jungen Leuten berufliche Perspektiven zu eröffnen, sagte ZFC-Vorstand Dr. Thomas Schneidermeier. Für die drei Workshops in diesem Schuljahr hatten sich knapp 200 Jugendliche aus 73 Schulen mit gymnasialer Oberstufe beworben. In diesem Jahr lautete die den Teilnehmern des Erfinderlabors gestellte Aufgabe, ein kleines Brennstoffzellenfahrzeug zu konstruieren, das eine vorgegebene Mindestlast über eine bestimmte Strecke transportieren sollte. Arbeitsplatz der jungen Forscher war für drei Tage das Labor des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften an der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim. Bei der Abschlussveranstaltung am Goethe-Gymnasium in Bensheim präsentierten die Schüler dann vor rund 150 Gästen – darunter auch Mitschüler von Paul Sander sowie der Fachbereichsleiter Naturwissenschaften der Goetheschule, Christian Schneider – ihre Ergebnisse. Fazit: Alle vier Modelle erfüllten die Anforderungen. Probleme und Rückschläge auf dem Weg zum Ziel wurden mit Ausdauer, Energie und Köpfchen überwunden.

„Es lohnt sich immer, in die Energiewende zu investieren. Und in solche kreativen Köpfe sowieso!" sagte Dr. Karsten McGovern, Leiter der Landes Energie Agentur Hessen (LEA). Er zeigte sich begeistert vom Forschergeist der 16 Schüler. Prof. Dr. Birgit Scheppat, Juryvorsitzende für den Innovationspreis des Deutschen Wasserstoff-Verbands und Vorstandsmitglied der Wasserstoff-und Brennstoffzelleninitiative Hessen, sagte: „Ihr habt exzellent gearbeitet und eure Ergebnisse schlüssig präsentiert.“

Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Während einer Podiumsrunde über die Arbeitswelt von Morgen, erhielten die Schülern wertvolle Informationen über Berufsmöglichkeiten im Umfeld der Energiewende. Zum Abschluss der Woche hatten die Teilnehmer beim Energiedienstleister GGEW AG die Chance, Elektromobilität hautnah in der Praxis zu erleben. Das Zentrum für Chemie würdigte alle Teilnehmer mit Zertifikaten und Jahresabonnements der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft. Außerdem wurden vier MINT-Stipendien der Fraunhofer Gesellschaft für die wissenschaftlichen Talent-School-Programme für Schüler verlost.

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