Gauß-Gymnasium, Worms Gauß-Gymnasium bei den Jugend-forscht Wettbewerben erfolgreich

Projekte der Forscherwerkstatt des Gauß-Gymnasiums

1.Platz, Technik, Filterung von UV-Licht aus Laternenlicht

Lina Kußmann, Niklas Weinmann und Anton Kern

In der Forscherwerkstatt des Gauß-Gauß-Gymnasiums wurden in dieser Gruppe umfangreiche Experimente geplant und durchgeführt um das Insektensterben durch Lichtfallen zu verhindern.

Zahlreiche Recherchearbeiten zum Thema Lichtsmog, UV-Anteil des Lichtes verschiedener Lichtquellen, neue Studien zur Wahrnehmung von Licht durch Insekten sind den Experimenten vorangegangen. Die Jury war beeindruckt von dem umfangreichen Wissen welches sich die Jungforscher/innen angeeignet haben. Im Jurygespräch fanden interessante fachliche Expertengespräche statt.

„Wir haben Euer Projekt als Sieger ausgewählt, da Ihr die Idee hinter Jugend-forscht getroffen habt“ so heißt es in der Laudatio der Jury. Weiterhin erklären die Juroren: “Mit dem vorhandenen und existierenden Wissen im Hinterkopf, habt Ihr Euch Gedanken über ein Problem gemacht und eigene Ideen und Ansätze entwickelt und erprobt. Sowohl in der Konzeption Durchführung und Auswertung der Versuche, habt Ihr sehr gute wissenschaftliche Methodik angewandt. Das war super! Eure Präsentation war gut strukturiert und abwechslungsreich vorgetragen und hat uns gut über das Thema informiert. Unsere Fragen konntet Ihr beantworten und was uns besonders gut gefallen hat. Ihr macht weiter mit dem Thema.“

1.Platz, Technik, Smarter CO2-Warner und Sonderpreis Umwelttechnik

Silas Wester

 Mit einem Microcomputer (Octopus Board ESP-12F) und einen CO2 Sensor hat Silas einen CO2-Warner gebaut. Dazu hat er noch eine große LED Matrix konstruiert, die permanent die CO2-Konzentration im Klassensaal anzeigt. Wichtig dabei war der Octopus, der Mikrocomputer, welcher den Forscher/innen eigene Messgeräte zusammenzustellen und zu programmieren, denn das Programmieren funktioniert wie ein Baukastensystem am Bildschirm. Der Octopus ist ein preiswerter Arduino-Computer, der zusammen mit dem Programm von der Arbeitsgruppe Professor Gollmer „IoT-Werkstatt“, bedeutet „Internet of Things“ als ein Projekt zur Förderung der KI (Künstliche Intelligenz) entwickelt wurde und vom Ministerium der Forscherwerkstatt zur Verfügung gestellt wurde. Durch dieses Material können Schüler/innen eigenständig und flexibel Messapparaturen kreieren und programmieren. Silas findet eigenständige kreative Lösungen, die zwar nicht so konventionell sind, jedoch aber die Jury beeindrucken.

Zusammen mit Herrn Kübler, der als Eltern-Experte in der Forscherwerkstatt den Jungforscher/innen seine wertvolle Hilfe anbietet, wird derzeit ein MINT-EC-Camp mit dem Thema von Silas, für den Herbst dieses Jahres geplant. Da das Gauß-Gymnasium als MINT-EC Schule sich auch für andere Schüler/innen aus MINT-EC-Schulen öffnet und interessante Projekte anbieten möchte.

2. Platz, Biologie und Sonderpreis zu einem besonders herausragenden 2. Platz, Ahorn-Rußrindenkrankheit in Worms – Klimawandel vor der Haustüre

Lukas Knauer

 Lukas ist in seinen jungen Jahren ein „Alter Hase“ der Forscherwerkstatt, Er hat bisher die meisten Jugend-forscht Arbeiten in dieser Schule angefertigt, Dass er so strukturiert arbeitet, kommt auch der Forscherwerkstatt entgegen. Lukas bietet immer den jüngeren Schüler/innen seine wertvolle Hilfe an und sammelt ständig Ideen für neue Jugend-forscht Projekte. Auch ist er immer als Preisträger dabei, wie in diesem Jahr mit dem sehr aktuellen Thema. Er kartiert Bäume, die von der Krankheit befallen sind in Worms und Umgebung und stellt zur Untersuchung mit dem Mikroskop verschiedene Präparate her. In diese wissenschaftlichen Methoden arbeitet er sich vorher ein und wertet seine Ergebnisse fachlich perfekt aus. Dazu kann er die Forschungsmikroskope aus dem Schülerforschungszentrum nutzen. Die Ahorn-Rußrindenkrankheit wird durch einen Schlauchpilz ausgelöst. In trockenen heißen Sommern kann sie verstärkt auftreten. Damit stellt die Arbeit von Lukas Knauer einen wichtigen Beitrag dar, die Auswirkungen des Klimawandels in der Region zu erkennen.

 3. Platz, Arbeitswelt, Mehlstaubexplosion und Sonderpreis „Thinking Safety“

Leandro Rettig, Christian Kubik und Leon Scherer

 Die Jungs experimentieren gerne viel und laut. Es bereitet ihnen eine große Freude die optimale Mehlstaubexplosion zu kreieren. Erstaunlich, was für eine Explosion durch die feine Verteilung von Mehl ausgelöst wird. Auch das ist in der Forscherwerkstatt möglich. Diese Jungs sind immer hilfsbereit und kreativ, wenn am Tag der offenen Tür Experimente vorgestellt werden. Da zeigt es sich, wie viel Spaß in unserer Schule durch das Experimentieren aufkommt. Immerhin beherrschen Sie ihre Experimente, ansonsten wäre es kaum möglich gewesen, die Jury zu überzeugen ihnen den Sonderpreis „Thinking safety“ bei derartigen spektakulären Experimenten zu überreichen.

 

Biologie Sonderpreis Geolino

Magdalena Roth

Sogar eine unserer jüngsten Schülerin aus der 5. Klasse ist bereits beim Wettbewerb vertreten.Magdalena untersucht, in welchem Boden Dornschrecken ihre Eier ablegen und beobachtet die Tiere über eine längere Zeit. Sie stellt ihnen verschiedene Bodentypen mit unterschiedlichem Feuchtigkeitsgrad zur Verfügung und wertet die Ergebnisse wissenschaftlich aus.

 

Technik Sonderpreis Zeitschrift Geo

Benjamin Maaß

 Benjamin untersucht die Flugintensität von Bienen und wie sie vom Wetter abhängt.

Er programmiert dazu das Arduino-Octopusboard. Dabei überlegt er sich eine Möglichkeit, es so zu programmieren, dass jede Biene nur einmal gezählt wird.

 

Technik, Weniger Strom für mehr Leistung

Orcun und Oray Göksu

 Die Zwillinge untersuchen Leistungsschwankungen einer CPU unter verschiedenen Spannungen. Möglichst wenig Stromverbrauch und die größtmögliche Leistung soll bei einem Computer erzielt werden. Dazu haben sie ihr eigenes Testsystem für die Versuchsreihe benutzt. Herausgefunden haben sie, dass man bei einer etwas niedrigeren Spannung die Leistung verbessern kann.

 

Biologie, Dornschrecken-Paradies

Akif Selcuk, Tom Sieben und Konrad Schäfer

 In welchen Temperaturbereichen halten sich Dornschrecken bevorzugt auf? Diese Frage stellten sich die Jungs aus der 5. Klasse.

Zur Beantwortung der Frage wurde sogar ein großer, geräumiger Käfig gebaut, um ein wahres Dornschrecken-Paradies zu schaffen. Durch ihre Beobachtungen konnten sie Erkenntnisse gewinnen, wie Dornschrecken besonders erfolgreich gezüchtet werden könnten.

Gauß-Worms als Talentschmiede

Das Gauß-Gymnasium bekommt aufgrund der zahlreich eingereichten Arbeiten den Schulpreis der Berdelle-Hilge-Stiftung und einen Schulpreis des Rotary-Clubs überreicht.

Nachdem Motto: „Alle helfen mit“ präsentiert sich die Forscherwerkstatt des Gauß-Gymnasium als Talent-Schmiede. Neben den Lehrer/innen Frau Lohr, Herr Aring, Herr Hartmann und Frau Modl helfen ältere Schüler, wie Lukas Knauer oder Leandro Rettig den Jüngeren bei der Durchführung Ihrer Projekte. Eltern, wie Herr Kübler, Herr Gandelheidt, Herr Lott helfen als Technik- Informatik- oder Chemie-Experten und sind sehr gefragt. Frau Kani hilft bei der Organisation der Jugend-forscht Arbeiten. Alle Experten stehen fast immer über die Online-Plattform „Discord“ für Gespräche, Anregungen zu Projekten und bestimmte wissenschaftliche Fragestellungen zur Verfügung. Durch die ständigen Onlinediskussionen, die am Tag und in der Nacht laufen, entsteht eine Vielfalt von Ideen. Selbst im „Lock-down“, durch Covid-19, war die Forscherwerkstatt ständig in Bewegung. Die Forscher/innen können sich täglich treffen „Rund um die Uhr“, nicht nur am Freitagmittag während der Präsenz-Forscherwerkstatt. Alle Experten-Eltern, ehemalige Gaußianer oder interessierte Experten von außen, denen das Gauß-Gymnasium am Herzen liegt, sind immer willkommen. So hat Stefan Müller, ein ehemaliger Gaußianer, Hilfe über die Gauß-Stiftung für das MINT-EC-Camp „Smarter CO2-Warner“ eine große finanzielle Unterstützung zugesagt, ebenso unterstützt die Firma Kübler, die durch Herrn Kübler ständig in der Forscherwerkstatt vertreten ist.

An der Laudatio erkennt man deutlich, worauf die Jury großen Wert legt. Es geht um eigenständige experimentelle Lösungen. Dabei ist es beim Forschen immer wichtig weiter zu forschen. Wenn wir uns mit einer Sache, wie es Niklas, Lina und Anton getan haben, intensiv beschäftigen, entstehen immer neue wissenschaftliche Fragen. Niemals kann man sie alle auf einmal beantworten. Eine gute Planung der Experimente ist deshalb in der Forschung immer wichtig. Wenn der Wettbewerb kommt, können gute Forscher/innen einige Ergebnisse vortragen. Mit ihrer Forschung sind sie allerdings nicht fertig. Sie können aber der Jury genau vortragen, wie sie weiterforschen möchten und warum.

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