Pascal-Gymnasium, Münster Das Pascal erfolgreich beim Kick-Wettbewerb der Stadt Münster

Nadine Reinhart

Einen 3. und einen 7. erlangte das Pascal-Gymnasium beim diesjährigen Kick-Wettbewerb der Stadtwerke Münster in der Kategorie „Naturwissenschaft und Umwelt“.

Den 3. Platz gewannen Schüler des Physik-Leistungskurses, einem Kooperationskurs mit dem Rats- und dem Schlaun-Gymnasium, mit dem von ihnen konstruierten Mini-Satelliten im Getränkedosenformat. Nachdem Marvin Langenberger (18) und Pepe Berges (18) vom Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium und Luca Sapion (17) und Ruben Förster (17) vom Ratsgymnasium mit ihrem LK-Lehrer Dirk Weischer schon beim CanSat-Wettbewerb 2019 in Bremen einen ehrenvollen vierten Platz gewonnen hatten, überzeugte das Projekt von auch die Jury des Kick-Wettbewerbs.

Ein halbes Jahr lang tüftelten die Schüler, um ihren Minisatelliten zu bauen, den sie „Camsat“ („Cam“ steht für Kamera) nannten. Um den Flug zu dokumentieren und Messdaten zu erfassen, versahen sie ihn mit einer 360°-Kamera sowie Sensoren für Temperatur, Druck, Beschleunigung und GPS-Position. Auch wenn beim Testen des Satelliten nicht alles glatt lief – die Kamera war durch einen Kabelbruch ausgefallen und die Wetterlage machte ein visuelles Verfolgen unmöglich -, so stieg der Satellit auf immerhin 519 m Höhe, lieferte 85 Sekunden lang stetig Daten und landete dann sanft mit dem Fallschirm. Die Daten nutzten die Schüler, um eine Animation zu erstellen. Insgesamt war das Projekt ein tolles, lehrreiches Abenteuer.

Weit über die Wolken hinaus in die Stratosphäre gelangte eine Sonde an einem Wetterballon mit Unterstützung der Firma Stratoflights. „38.000 Meter in die Höhe – Bilder und Messdaten zur Höhenstrahlung aus der Stratosphäre“ hieß das Projekt unter der Leitung vom Marvin Mallach, das beim Kick-Wettbewerb auf dem 7. Platz landete. Schülerinnen und Schüler der Q1 haben die Sonde während der Projektwoche des Pascal-Gymnasiums mit diversen Messinstrumenten ausgestattet, u.a. zur Erfassung von Gammastrahlung, sowie mit zwei GO-Pro-Kameras, die den Flug auf 38 km bildlich dokumentiert haben. Anschließend haben Xenia Grimme und Imke Welzel die Daten zur Höhenstrahlung analysiert und interpretiert und Erkenntnisse darüber gewonnen, wie sich die Gammastrahlung im Höhenverlauf verteilt. Dies ist für die Luftfahrt von Interesse im Rahmen der Forschung an neuen, strahlungsabschirmenden Materialien für Flugobjekte.

 

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