Albert-Einstein-Schule, Schwalbach Das Känguru der Mathematik hüpfte in diesem Jahr an der AES trotz Schulschließung

Sechshundertneunzehn Schülerinnen und Schüler der Albert Einstein Schule der Stufen 5 bis 11 hatten sich dieses Jahr für den Känguru-Wettbewerb angemeldet. Nachdem schon alle Raum- und Aufsichtspläne für die Durchführung erstellt und alle Wettbewerbsunterlagen sortiert für den Wettbewerb am 19. März 2020 bereitlagen, kam am 12. März 2020 die Nachricht, dass die Schulen geschlossen werden. Die Enttäuschung bei den Schülerinnen und Schülern, dem Veranstalter in Berlin und dem Organisationsteam an der Schule war groß. Doch Herr Von der Heyden, Mathematiklehrer und Mitorganisator an der Schule, begeisterte sein Team mit seiner Idee, den Wettbewerb online durchzuführen. So wurde der Wettbewerb auf den Donnerstag, den 2. April 2020, verschoben. Die Umsetzung erforderte aber eine komplette Neuorganisation, um sicherzustellen, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler faire Chancen haben würden und auch die Auswertung der großen Anzahl an Rückmeldungen zu stemmen sein würde. Mit großem Engagement, viel Zuversicht und wachsender Vorfreude hat das Organisationsteam die Schülerinnen und Schüler über die Wettbewerbsdurchführung zu Hause informiert und einen Probedurchlauf organisiert. Auch Schülerinnen und Schüler, die vom Homeschooling überrascht, keinen Drucker zur Verfügung hatten, sich einen PC oder ein Tablet mit Geschwistern oder Eltern teilen mussten oder nur mit dem Smartphone Dabeisein konnten, sollten teilnehmen können. Noch bevor die Veranstalter des Känguru-Wettbewerbs ein Online-Tool zur Eingabe der Ergebnisse bereitgestellt hatten, hatte Herr Von der Heyden ein Tool entwickelt, mit dem es möglich war, die digital zurückgemeldeten Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler auszuwerten.

Am Morgen des 2. April 2020 gegen 9.40 Uhr erreichten die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben per E-Mail. Die Aufregung war in vielen Familien groß, ob alle technischen Abläufe gelingen würden, wenn 10.00 Uhr der Wettbewerb offiziell begann. Aber dank zahlreicher Helfer waren viele Kinder dabei. So wurden zum Beispiel die Wettbewerbsaufgaben von Nachbarn ausgedruckt und den Teilnehmern – um die Abstandsregeln zu wahren - vor die Tür gelegt. Viele Eltern oder Geschwister halfen vor allem den Jüngeren bei der rechtzeitigen Rückmeldung der Ergebnisse. Aber auch wenn einmal etwas schief ging, konnte die Abgabe ermöglicht werden. So konnten schließlich die Ergebnisse von 497 Schülerinnen und Schüler erfolgreich ausgewertet werden. In den ersten Schulwochen des neuen Schuljahres erhielten nun alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Urkunden, die Aufgabenheftchen mit ausführlichen Lösungen und eine Würfelschlange als Teilnehmerpreis.

Der Verein „Mathematikwettbewerb-Känguru e.V.“ berichtet, dass an mehr als 6700 Schulen den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit angeboten wurde, die Aufgaben zu Hause zu bearbeiten, und fast 400.000 Schülerinnen und Schüler diese nutzen konnten. Die Auswertung des Wettbewerbes deutschlandweit zeigt, dass die Ergebnisse in diesem Jahr besonders gut gewesen sind. Viele Teilnehmenden haben sich mit Freude und ernsthaft mit den Aufgaben beschäftigt, auch wenn noch andere Faktoren die Ergebnisse beeinflusst haben.

Herr Von der Heyden und Frau Richter als Organisationsteam des Wettbewerbes an der Albert Einstein Schule freuen sich über den Erfolg, den die Online-Durchführung hatte. Der Spaß am Rechnen, Knobeln und Nachdenken und sicher oft auch gemeinsam mit Freunden oder Familienmitgliedern hatte in den herausfordernden Zeiten der Schulschließung einen besonders hohen Wert.

Obwohl es in diesem Jahr verständlicherweise keine Sonderpreise gab, konnten vor den Herbstferien Juri Kobycev (jetzt Klasse 6a), Carlotta Schäfer (jetzt Klasse 6f) und Janne Guhr (jetzt Klasse 6c) mit einem Känguru-T-Shirt ausgezeichnet werden. Sie gehörten zu schnellsten und erreichten gleichzeitig die maximal erreichbare Punktzahl.

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