Liebigschule Gießen, Gießen Bundessieg bei „Jugend testet 2020“

Schule

Mehr als 2.300 Schüler und Schülerinnen im Alter von 12 bis 19 Jahren nahmen mit insgesamt 618 Wettbewerbsbeiträgen am „Jugend testet 2020“ Wettbewerb der Stiftung Warentest teil. Neben Schulplaner-Apps, Haarseifen und Zopfgummis wurden auch Gemüsekisten und Zykluskalender Apps getestet. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt.

Von der Liebigschule Gießen nahm Sophia Krastev aus der E-Phase von Fr. Dr. Sigrid Schmitt betreut mit einem Projekt über die Wirkung von Hitzeschutzmittel teil. Sie kreierte dabei auch ihr eigenes, welches aus rein natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt wurde. Dieses Hitzeschutzmittel sollte mit den anderen gekauften Produkten mithalten können und auf diese Weise eine Alternative zu den chemischen Schadstoffen bilden. Die anderen Testobjekte stammen aus den Drogeriemärkten innerhalb von Gießen.

Die Bewertungskriterien waren unter anderem die Qualität des Hitzeschutzes, welches sie  durch eine Licht- und eine Rasterelektronenmikroskopische Untersuchung an der Uni in Marburg  untersuchte, sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine möglichst angenehme Anwendung. Dazu gab es in der Kategorie Inhaltsstoffe Punkte für die Hitzeschutzmittel, welche vollständig frei von schädlichen Stoffen war und 0 Punkte für diejenigen, die aus 80 % bedenklichen Stoffen bestanden.

Insgesamt wurden 8 Produkte getestet, welche leider ein eher enttäuschendes Ergebnis boten. Bereits bei der Kategorie Hitzeschutz verloren die Produkte aus den Drogeriemärkten deutlich Punkte. Teilweise waren keine Unterschiede zwischen den Haarsträhnen (Echthaarextensions) mit Hitzeschutzmittel und der Vergleichssträhne, welche ohne Hitzeschutz mit dem Glätteisen behandelt wurde, zu erkennen. Auch was die Schadstoffe betrifft, fielen die Produkte aus der Drogerie negativ auf.

Stattdessen konnte ein Erfolg mit meinem eigenen Hitzeschutzmitteln verzeichnet werden, da es die beste Schutzwirkung und keine Schadstoffe besaß.

Mit dem Projekt erzielte ich den ersten Platz im Bundeswettbewerb „Jugend testet“ und erhielt dafür ein Preisgeld von 2500 €, sowie ein Jahresabonnement der Zeitschrift test von Stiftung Warentest.  Dieser Erfolg ist bisher bei diesem Wettbewerb einzigartig an der Liebigschule. Das Foto ist bei einem professionellen Fototermin entstanden. Die aufgrund der Covid-19 Pandemie ausgefallene Reise nach Berlin zur Preisverleihung, die zum Preis dazugehört, darf sie 2021 nachholen.

Ausführliche Artikel über den Wettbewerb und die Bundessieger sind im Juli Heft der Test-Zeitung der Stiftung Warentest (S. 6-7) und der Finanztest-Zeitung (S. 11) erschienen.

Außerdem nahmen auch noch Celina Celebcegil und Runa Steinmüller aus der E-Phase an dem Wettbewerb teil. Sie testeten Tiefkühlpizzen verschiedener Hersteller aufgrund verschiedener Kriterien und kamen zu spannenden Erkenntnissen.

 

Das Foto zeigt  Sophia Krastev beim Mikroskopieren mit dem Lichtmikroskop.

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