Goetheschule Wetzlar, Wetzlar Bürgerverein Wetzlar unterstützt die Goetheschule

Der MNU stiftet jeweils einem Schüler ein Stipendium für eine Arbeits- und Vortragswoche im Deutschen Museum, sofern die Schule die Kosten für einen weiteren Teilnehmende übernimmt. Diese weiteren Plätze finanzierte der Bürgerverein.

Als Teilnehmende wählte das Wetzlarer Oberstufengymnasium besonders naturwissenschaftlich begabte und interessierte Schüler*innen aus. So erhielten Lea Sacher, Amelie Thielmann, Paul Till Tolkmitt und Paul Sander die Chance, spannende Führungen und praxisorientierte Vorträge zu Technik und Wissenschaft zu erleben. Außerdem mussten die Teilnehmenden eigenständig an selbst gewählten wissenschaftlichen Themen arbeiten, die auf den am Museum vorhandenen Ausstellungen basieren. Die hieraus hervorgegangenen schriftlichen Facharbeiten präsentierten sie jetzt an der Goetheschule Doris Ebertz, Vorsitzende des Bürgervereins, und ihrem Stellvertreter Boris Rupp.

An dem Treffen mit Ebertz und Rupp konnten von Schülerseite terminlich bedingt nur Lea Sacher und Paul Sander teilnehmen. Dafür begrüßten Schulleiter Dr. Carsten Scherließ sowie Physik-Fachsprecher Patrick Röder, Organisator der Stipendiumswoche seitens der Goetheschule, die Vertreter*innen des Bürgervereins. Scherließ nannte die Unterstützung durch den Bürgerverein einen sehr wertvollen Beitrag und dankte Ebertz und Rupp dafür, dass sie stets wieder Geld aufbringen und in junge Menschen und deren weiteren Weg investierten. Röder betonte die Bedeutung des gemeinsamen Treffens. Es sei der Schule und den Schüler*innen ein Anliegen, Rückmeldung darüber zu geben, was mit dem zur Verfügung gestellten Geld konkret geschehe. Im anschließenden Gespräch berichteten Sander und Sacher von ihren Erfahrungen in München und überreichten dem Bürgerverein zum Dank für die Unterstützung je ein Exemplar ihrer Arbeiten.

Lea Sacher äußerte sich positiv über den Freiraum, den die Schüler*innen in München hatten, um eigenständig Themen zu finden und diesen dann nachzugehen. Ihr hatte es die Sonderausstellung zum Thema Energie besonders angetan. So widmete sich ihre Arbeit den physikalischen Hintergründen der Energiegewinnung im Bereich der Kernenergie, etwa der Kernspaltung oder der Kernfusion, unter anderem mit Blick auf deren Zukunftsfähigkeit. Auch bei Sanders Arbeit stand die Frage der Energieversorgung im Zentrum. Er befasste sich mit dem Thema „Energiespeicher der Zukunft“ und erzählte von Möglichkeiten wie Pumpspeichern, „Power to Gas“-Verfahren oder Brennstoffzellen. Die Bürgervereins-Vorsitzende Doris Ebertz zeigte sich stets hoch interessiert und bestens informiert über die Themen und nannte diese „hochaktuell“.

Die beiden Goetheschüler*innen äußerten sich insgesamt sehr positiv über die Stipendiumswoche in München. So erwähnte Lea Sacher die gemütliche Atmosphäre und den Austausch mit den anderen Teilnehmenden aus ganz Deutschland. Solche außerschulischen Angebote seien eine große Hilfe bei der Suche nach eigenen Interessen und Zukunftsplänen, insbesondere aber sehr persönlichkeitsprägend. Ähnlich äußerte sich Sander, der die tiefgreifenden Erfahrungen lobte, die man während der Woche außerhalb der Schule macht. Wie Sacher plant er nach der Schule ein Physikstudium zu beginnen und hat sich bereits an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich beworben.

Ebertz und Rupp zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Facharbeiten der Schüler*innen. Zum Abschluss des Treffens äußerten beide Seiten den Wunsch die Zusammenarbeit fortzusetzen, so lange der Bürgerverein dazu finanziell in der Lage sei.

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