Max-Planck-Schule Rüsselsheim, Rüsselsheim 12. Südhessisches MINT-Camp an der MPS mit dem Thema "Back to the moon" im August 2019

Das MINT-Camp 2019 war bereits das 12. MINT-Camp in dieser Kooperation und 12 Schülerinnen und 12 Schüler der vier Schulen haben sich drei Tage lang mit dem Thema „Back to the moon“ mit Raketenbau beschäftigt, ein weiterer Aspekt waren Spezialkunststoffe für den Einsatz unter besonderen Bedingungen wie z.B. im Weltraum. Die Idee zu diesem Thema kam uns, weil sich in diesem Jahr die erste Mondladung zum 50. Mal jährt und es wieder viele Initiativen gibt, bemannt zurück zum Mond zu fliegen.

Am ersten Tag haben die Teilnehmer/innen nach der Begrüßung und dem Kennenlernen angefangen, in Gruppen Raketen mit einem Druckluft-Wasserantrieb zu bauen, die dann abends von einer Startvorrichtung unserer Raketen-AG auf dem Schulhof gestartet wurden. Einige der Raketen waren so aerodynamisch gebaut und so gut ausbalanciert, dass  sie über 30 Meter hoch flogen.

Am zweiten Tag war die Aufgabe komplexer, es wurden wieder Raketen gebaut, aber diesmal aus Kartonbausätzen mit einem Feststoffantrieb. Dabei haben die Gruppen mehrere Raketenmodelle in zwei Größen gebaut. Dazu musste zunächst der Bausatz ausgeschnitten werden, dann zusammengebaut, mit Gewichten stabilisiert und dann mit einem Fallschirmmechanismus versehen werden. Die Modell-Raketen wurden auch in einen Windkanal gehängt, um zu schauen, ob sie gerade fliegen werden. Dazu hatten die Gruppen den ganzen Tag Zeit.

Da diese Raketen Flughöhen von über 150 Metern erreichen können, mussten wir sie auf dem Modellflugplatz Trebur starten lassen, zu dem wir dann am späten Nachmittag aufgebrochen sind. Unsere Schule ist für solche Flughöhen zu nah am Frankfurter Flughafen.

Am dritten Tag lag der Fokus auf dem Thema Kunststoffe im Weltall. Dazu haben wir eine Kooperation mit dem Industrieunternehmen Celanese aufgebaut. Vier Mitarbeiter von Celanese haben zunächst vorgestellt, welche Kunststoffarten sich für den Einsatz im Weltall eignen, wie sie hergestellt werden und wie sie veredelt werden können, damit sie Spezial-Eigenschaften bekommen. Spezial-Kunststoffe der Firma Celanese sind schon auf dem Mars eingesetzt worden, z.B. in den Landeballons der Pathfinder-Sonde. Im folgenden Praktikum haben dann Teilnehmer/innen diese Kunststoffe untersucht. So wurden Experimente zur Entflammbarkeit (Kunststoffe können durch Veredelung so verändert werden, dass sie nicht brennen, auch wenn man sie entzündet, erlöschen sie sofort wieder), Bruch- und Schlagfestigkeit, Dichte, Schutz gegen Beschlagen durch Luftfeuchtigkeit durchgeführt.

Am Montagmittag hat die ganze Gruppe zudem in einem Ausflug in den Industriepark Hoechst die Produktionsanlagen für den Kunststoff „POM“ angeschaut und kam in Bereiche, die man normalerweise nie sehen kann.

 

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