Pascal-Gymnasium, Münster Tino überzeugt beim Abitur mit der „chemischen Kuh“

Fünf statt vier Prüfungen absolvierte Tino Beste bei seinem Abitur am Pascal-Gymnasium. Mit der Bestnote schloss Tino sein fünftes Abiturfach, eine sogenannte „Besondere Lernleistung“ ab, die er selbstständig neben dem Schulunterricht erbracht hat: „Die chemische Kuh“.  

Zusammen mit zwei weiteren Schülern des Pascal-Gymnasiums hat sich Tino aufgrund der immer knapper werdenden Erdölreserven und sich daraus ergebenden Endlichkeit des fossilen Energieträgers, mit der Fragestellung auseinandergesetzt, Biomasse als Ersatzstoff für Erdöl zu untersuchen. Die Anfangsidee reifte in „der chemischen Kuh“ zu einer Forschungsarbeit, die im Rahmen des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ den 3. Platz erreichte sowie den 2. Sonderpreis Umwelt.

Die Grundidee besteht darin, den Magen der Kuh chemisch zu imitieren, sodass aus Biomasse über chemische Prozesse ein Energieträger wird, der auch als Grundstoff zur Kunststoffsynthese eingesetzt werden kann. Als Ausgangsstoff wird Gras gewählt, da es einerseits nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie steht und stets leicht verfügbar ist und andererseits die Umweltfreundlichkeit und die Wirtschaftlichkeit gegeben sind.

Das Pascal-Gymnasium förderte nicht nur Tinos Forschungen und die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“, sondern auch die Wertung seines Engagements als fünftes gleichwertiges Abiturfach. So wird Tinos mathematisch-naturwissenschaftlicher Schwerpunkt im Abitur durch die „Besondere Lernleistung“ zusätzlich betont. Tino quittierte dieses Vertauen mit einer brillanten schriftlichen Arbeit und einem überzeugenden Kolloquium über seine „chemische Kuh“. Damit konnte er seine Gesamtnote im Abitur weiter verbessern.

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