Johann-Michael-Fischer-Gymnasium, Burglengenfeld Regionale Lehrerfortbildung am JMF-Gymnasium Burglengenfeld am 20.11.2017

Die Fortbildung richtet sich an Biologie- und Chemielehrkräfte Oberpfälzer Gymnasien mit ausgeprägtem MINT-Profil, die sehr begabte und interessierte Schüler besonders fordern und fördern wollen.

Es werden mit „Epigenetik“ und “Grenzflächen“ hochinteressante Themengebiete erörtert, die im Lehrplan nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. So diskutiert Prof. Dr. Motschmann in seinem Vortrag das Fluchtverhalten des Stenus Käfers, das auf einer Manipulation der Grenzfläche durch Amphiphile beruht oder zeigt, wie Seifenlamellen ein kompliziertes mathematisches Problem aus der Variationsrechnung lösen. Der angebotene Workshop bietet die Möglichkeit, selbst neue und originelle Experimente zur Thematik Grenzflächen zu testen, die dann auch an der eigenen Schule durchgeführt werden können (z.B. im Rahmen eines besonderen Praktikums, eines MINT-Tages, für besonders begabte Schüler etc.).

Darüber hinaus präsentiert Prof. Dr. Längst neben neuesten Erkenntnissen zur Epigenetik ein Biochemie-Praktikum, das von einer Arbeitsgruppe seines Lehrstuhls in Zusammenarbeit mit Gymnasien entwickelt wurde. So können gentechnische Versuche mit Hilfe von Doktoranden des Graduiertenkollegs in den Räumen der jeweiligen Gymnasien stattfinden und damit theoretische Lehrplaninhalte (z. B. PCR, Gelelektrophorese etc.) tatsächlich im Experiment gezeigt werden.

Für die Teilnehmer der RLFB besteht die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Abendessen auszutauschen, um dann dem Abendvortrag von Frau Dr. Knab beizuwohnen, der sich mit den Themengebieten „Gesunder Schlaf, Gehirn und Lernleistung“ beschäftigt. Dr. Barbara Knab ist promovierte Psychologische Psychotherapeutin und forschte viele Jahre an der LMU München zu den Themen Neuropsychologie und Psychotherapie.

In Ihren Büchern und Vorträgen stellt sie aktuelle Forschungsergebnisse und Altbekanntes allgemein verständlich und mit praktischen Übungen dar und zeigt Eltern, was sie im Hintergrund für den schulischen Erfolg ihrer Kinder tun können. So erklärt sie unter anderem, warum Jugendliche immer so müde sind, was man eigentlich unter Stress versteht, und dass dieser nicht immer schlecht sein muss.  

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