Liebigschule Gießen, Gießen Liebigschüler*innen beim Pottwal-Skelett der Hermann-Hoffmann-Akademie der Justus-Liebig-Universität

S. Schmitt

Der MINT-Wahlunterricht-Kurs der Klassen 9a und 9b der Liebigschule Gießen, machte am  11.06.2019, mit Frau Dr. Schmitt einen Ausflug zur Hermann-Hoffmann-Akademie der Justus-Liebig-Universität für Junge Forscher in die Senkenbergstraße in Gießen, in der ein Pottwalskelett dem seit Januar 2019 zu sehen ist. Vor Ort bekam der Kurs durch Prof. Hans-Peter Ziemek einen guten Einblick, wie der Wal nach Gießen kam und wieso er überhaupt vor der Küste Helgolands strandete. Des Weiteren konnten sie durch den dort gehaltenen Vortrag in die Welt der Wale eintauchen und mehr von ihnen erfahren.

Der Pottwal, der im Januar 2016 vor der Helgoland Küste mit einem anderen Pottwal gestorben ist, kam unter großem Aufwand nach Gießen, wo allerdings vor Ort festgestellt werden musste, dass die Präparation des Wales aufwändiger ist, als gedacht. So mussten spezielle Konstruktionen zum Beispiel bei der Säuberung, wie auch bei der Aufhängung des Wales vorgenommen werden, sodass es in etwa drei Jahre dauerte, bis der Wal in Gießen völlig fertig präpariert, hing. Der ganze Aufwand hat insgesamt 100.000 € gekostet, die lediglich aus Spenden und Eigenleistung der einzelnen beteiligten Institute finanziert wurden.

Der Wal selber ist 13-14 m lang, wobei in dem Skelett die Schwanzflosse und der Stirnbuckel nicht zu sehen sind, da diese aus reinem Fett, Öl und anderen Stoffen bestehen. Der Pottwal ist 25 t schwer und das alleinige Skelett besitzt lediglich ein Gewicht von 1,3 t. Zudem ist es mit seinen verschiedenen Farben und Knochen vollständig erhalten und in einem sehr guten Zustand.

Für die Strandung ist laut Wissenschafter möglicherweise das Magnetfeld, das im Jahr 2015 verändert war, zuständig.  Die Wale orientieren sich daran und könnten  deshalb den falschen Weg in die Nordsee eingeschlagen haben und später auch aufgrund von Ebbe und Flut nicht mehr zurückgefunden haben.

Auch einer der wichtigen angesprochenen Punkte war der Plastikmüll, der auch im Magen dieses Wals zu finden war. Jedoch hat das in diesem Fall nicht zum Tod geführt, was aber durchaus vorkommt.

Das Foto zeigt im Größenvergleich einen Menschen und das Kopfskelett des Pottwals.

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