Gesamtschule Gießen-Ost, Gießen GGO nimmt am Schulquiz teil

Andreas Gehring

Justus von Liebig, der Namensgeber der hiesigen Universität, hat in seinem Labor in der Liebigstraße in Gießen, vielfältige Forschungen betrieben. Seine Erkenntnisse, die auch heute noch im „Liebig-Fass“ veranschaulicht sind, lassen sich so zusammenfassen:

1.1   Die Lagerung von Wein in bestimmten Holzfässern verleiht dem darin reifenden Wein einen besonderen Geschmack (Barrique)

1.2   Der Pflanzennährstoff (genauer: abiotische Faktor), der im Minimum vorhanden ist, begrenzt das Wachstum einer Pflanze

1.3   Fässer sind für den Transport von Flüssigkeiten besser geeignet als Schläuche oder Blasen.

Seine größte Popularität erreichte Justus von Liebig jedoch mit seiner Erfindung „Fleischextrakt“.

2.1 Beim Fleischextrakt handelt es sich um isolierte Peptidasen, also Enzyme, die Peptide oder Proteine, also die Bausteine von Fleisch, spalten können.

2.2 Liebig verfolgte mit dem Fleischextrakt eigentlich das Ziel, die arme Bevölkerung zu ernähren und damit zu kräftigen, da sich diese kein Fleisch leisten konnten.

2.3 Beim Fleischextrakt handelt es sich um Auszüge, bzw. Geschmacksstoffe aus Fleisch, die auch heute noch von großen deutschen Suppenherstellern und Würzmittelherstellern vertrieben werden.

Mit der von ihm entwickelten Fünf-Kugel-Apparatur konnte Justus von Liebig gemeinsam mit seinen Mitarbeitern hunderte von Pflanzen und Pflanzenteilen untersuchen, aber auch viele Organe und Produkte von Tieren in Bezug auf ihre stoffliche Zusammensetzung. Somit wurde er zum Begründer…

3.1 …der zerstörungsfreien Materialforschung

3.2 …der anorganischen Chemie

3.3 …der organischen Chemie

Anderes Thema: der Blaufußtölpel. Er war der „Star“ des hessischen Landesabiturs Biologie. Viele Abiturienten mit Biologie-Leistungskurs haben diese Aufgabe gewählt… nicht nur wegen der herrlichen blauen Füße des Vogels…

Der Blaufußtölpel ist ein tropischer Meeresvogel. Er verdankt seinen Namen seinen leuchtend blauen Füßen und seiner scheinbaren Ungeschicklichkeit. Tatsächlich aber ist der Blaufußtölpel ein gewandter Flieger und Taucher beim Beutefang. Blaufußtölpel ernähren sich vor allem von Tintenfischen, Fliegenden Fischen, aber auch vielen anderen Fischarten, die sie durch Sturztauchen erbeuten.

Die Ursache für die blauen Füße …

4.1 …ist der Lebensraum des Tieres: die geringen Wassertemperaturen lassen die Füße blau anlaufen (ein vergleichbares Problem kennen viele Ehemänner im Winter auch von ihren Ehefrauen)

4.2 …sind Carotinoide, die mit der Nahrung aufgenommen werden; diese lassen den Farbton der Füße strahlend grünlich-blau werden, wenn die Tiere entsprechen viele Karotten aufnehmen

4.3 …sind Carotinoide, die mit der Nahrung aufgenommen werden; diese lassen den Farbton der Füße strahlend grünlich-blau werden, wenn die Tiere entsprechen viele Fische aufnehmen, die Carotinoide enthalten.

Die Blaufußtölpel leben monogam, die einmal geschlossene Partnerschaft hält in der Regel ein ganzes Vogelleben lang, in der Freiheit sind dies etwa 15 bis 17 Jahre. Somit kommt der Partnerwahl eine hohe Bedeutung zu. Eine zu geringe Aufnahme von Carotinoiden lässt die sonst strahlend grünlich-blauen Füße nur schwach blau erscheinen. In der Phase der Partnerwahl zeigen sich beide Tiere ihre blauen Füße, um abzuschätzen…

5.1 …wie erfolgreich der potentielle Partner beim Fischfang ist und somit einen Beitrag bei der Jungenaufzucht leisten kann

5.2 …ob der potentielle Partner wasserscheu ist

5.3 …wie gesund/von Parasiten verschont der potentielle Partner ist.

 

Richtige Antworten:

1.2 / 2.2 und 2.3 / 3.3 /4.3 / 5.1 und 5.2 und 5.3

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