Johann-Michael-Fischer-Gymnasium, Burglengenfeld Erfolgreich bei Jugend forscht

W. Plank

Elf junge Forscherinnen und Forscher mit insgesamt neun Projekten traten beim 24. Regionalwettbewerb Jugend forscht in Neumarkt an, der unter dem Motto „ Frag nicht mich. Frag Dich.“ stand, um ihre Lösungen für interessante Fragestellungen einer fachkundigen Jury zu präsentieren.

Viktoria Köppl (Jahrgangsstufe 7) untersuchte, wie man Biomüll sinnvoll vermeiden und sogar zur Ertragssteigerung nutzen kann. Sie wendete dabei das Bokashi-Verfahren an, bei dem Biomüll ohne Zufuhr von Sauerstoff geruchsneutral und vor allem sehr schnell zersetzt wird. Anschließend testete sie die Wirkung der entstandenen Erde auf das Wachstum und den Ertrag von Tomatenpflanzen. Mit ihrem Projekt konnte sie im Fachbereich Biologie Alterssparte „Schüler experimentieren“ den 2. Platz erringen. Als langjähriges Mitglied der AG Imkern interessierte sich Viktoria auch für die Wachsmotte, einen Bienenschädling. Sie stellte fest, dass man aus den Kokons der Motten einen belastbaren Faden, ähnlich zur Seide, gewinnen kann. Dieses Projekt überzeugte die Jury vor allem dadurch, dass Viktoria eine völlig neue Nutzungsmethode für den Naturstoff aufzeigte, die gleichzeitig auch noch eine sinnvolle Bekämpfungsmethode eines Bienenschädlings eröffnete. Viktoria wurde damit Regionalsiegerin im Fachbereich Chemie und konnte dazu noch den Sonderpreis plus-Mint für interdisziplinäre Projekte gewinnen. Sie vertritt nun die Oberpfalz beim Landeswettbewerb in Dingolfing.

Max Edbauer (Jahrgangsstufe 5) war fasziniert vom Verhalten der Aquariumsfische seines Opas. Kurzerhand entwickelte er ein mehrwöchiges Projekt, bei dem er den Fischen Futter zusammen mit verschieden farbigen Folien präsentierte. So konnte er feststellen, dass Fische Farben erkennen und Lernverhalten zeigen können. Seine durchdachten Untersuchungsmethoden und anspruchsvolle Präsentation honorierte die Jury mit einem Sonderpreis des Lions Club Neumarkt.

Ebenfalls mit zwei Projekten stellte sich Sven Gebhardt (Q12) der Jury im Bereich Informatik. Sven entwarf ein Indoor-Navi, das es Besuchern möglich macht, sich in jedem Gebäude sofort zurecht zu finden. Getestet wurde das Indoor-Navi bereits zum 50-jährigen Schuljubiläum des Gymnasiums Burglengenfeld. Darüber hinaus erstellte der Schüler eine Software, mit der es möglich ist, Lehrerfahrgemeinschaften zwischen Regensburg und Burglengenfeld entsprechend der unterschiedlichen Anfangs- und Endzeiten effektiv und schnell einzurichten. Dieses Projekt wurde mit dem 3. Platz im Fachbereich Informatik Alterssparte „Jugend forscht“ gewürdigt. Da Fahrgemeinschaften auch Treibstoff einsparen und damit die Umweltbelastungen verringern, konnte Sven außerdem den Sonderpreis für Umwelttechnik gewinnen.

Jason Gnokan-Barat, Karl Theis und Simon Wagner (Jahrgangsstufe 5) standen vor dem Problem, in ihren viel zu dunklen Schreibtischschubladen das Gesuchte oft nicht zu finden. Kurzerhand entwickelten sie eine Schublade, die sich beim Herausziehen einfach, energiesparend und leicht austauschbar beleuchten lässt und bauten diese in einen Modellkasten ein. Der Jury gefiel vor allem, dass die drei Schüler ein Alltagsproblem durch viele Versuche und die Konstruktion einer funktionierenden Schublade selbstständig gelöst und ihre Arbeit sehr anschaulich präsentiert hatten.

Mit gesunden Getränken beschäftige sich Alina Schmitten (Jahrgangsstufe 6). Sie untersuchte, unter welchen Bedingungen sich das Lieblingsgetränk ihrer Familie, Milchkefir, am längsten hält und das größte Wachstum zeigt. Vor allem während der Familienurlaube kann so das Getränk zuhause lange gelagert werden. Mit ihren akribisch durchgeführten und sehr zeitintensiven Versuchen erreichte Alina den 3. Platz im Bereich Biologie Alterssparte „Schüler experimentieren“.

Die Geschwister Eva und Philipp Reichel (Jahrgangsstufen 10 und 7) wollten im Sinne der Nachhaltigkeit Pflanzen auf ihre mehrfachen Nutzungsmöglichkeiten testen. Sie beschäftigten sich dabei zunächst mit der Fasergewinnung und erweiterten ihre Experimente anschließend auf die Untersuchung der Nutzung als Energiepflanzen. Mit ihrem Projekt, dessen Ergebnisse auch im Sinne der Nachhaltigkeit wertvoll sind, konnten die beiden den 3. Platz im Bereich Biologie Alterssparte „Jugend forscht“ gewinnen.

Bastian Dörk und Leon Aschenbach (Jahrgangsstufe 6) untersuchten gängige Backtriebmittel auf ihre Gasentwicklungseigenschaften. So konnten Sie den Sieger der Backtriebmittel beim Volumentest ermitteln und ganz nebenbei noch sehr leckeren und lockeren Kuchen fabrizieren. Ihre präzisen Versuchsreihen und vor allem die gelungene Präsentation vor der Jury wurden mit dem Sonderpreis eines Zeitschriftenabos „natur“ belohnt.

Da viele der Projekte des JMF-Gymnasiums einen direkten Bezug zum Umweltschutz und zur Ökologie hatten, wurde den Lehrkräften Birgit Amann und Marcus Geh der Sonderpreis Ökologie für Betreuer zugesprochen.

Schulleiterin Frau Dr. Panzer freute sich über den wahren Preisregen für das Gymnasium und betonte, dass dieser Erfolg sehr deutlich die hervorragende Arbeit der Schule auf dem MINT-Sektor und im Bereich Umweltschutz verdeutliche.

 

 

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