Bundes- und Bundesrealgymnasium Gmunden, Gmunden Dr. Hans Riegel-Fachpreis für Physik geht an Schüler des BG/BRG Gmunden

 

Am 30. Mai wurden von der Kaiserschild-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität Linz und dem Landesschulrat die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für ausgezeichnete vorwissenschaftliche Arbeiten in Naturwissenschaftlichen Fächern verliehen.

 

Julian Prötsch, Schüler des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums Gmunden, erreichte mit seiner VWA „Teilchenbeschleuniger vs. Krebs“ den 1. Platz im Fachbereich Physik.

 

In seiner Arbeit geht er zuerst auf die Entstehung von Krebs ein, danach folgt die Erklärung der Funktionsweise verschiedener Arten von Teilchenbeschleunigern. Der Hauptteil der Arbeit besteht aus der Beschreibung der Ionentherapie, einer neuen Form der Krebsbehandlung, bei der geladene Teilchen zum Einsatz kommen. Diese Behandlungsmethode ist aufgrund des Verhaltens geladener Teilchen beim Durchgang durch Materie um ein Vielfaches weniger schädlich als die herkömmliche Strahlentherapie, bei der Photonen zur Behandlung genutzt werden. 

Geladene Teilchen geben nämlich bei hoher Geschwindigkeit wenig Energie ab. Beim Durchgang durch gesundes Gewebe werden sie abgebremst, wodurch die Dosisabgabe steigt. Im Tumor kommen die Teilchen zum Stillstand, dort entfalten sie ihre gesamte Energie und schädigen so das Tumorgewebe. Im Vergleich dazu haben Photonen eine viel höhere Anfangsenergie um den Tumor ausreichend zu schädigen, da diese Teilchenart ihre Energie schrittweise verliert. Dadurch wird jedoch sowohl das gesunde Gewebe vor als auch nach dem Tumor massiv geschädigt.

 

Die Ionentherapie wird seit Ende 2016 am Krebsbehandlungs- und -forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt angewandt, welches er im Rahmen seiner Arbeit gemeinsam mit seinem Betreuungslehrer Mag. Michael Kolnberger besuchte.

 

Die Arbeiten wurden von einer universitären Fachjury bewertet und ausgezeichnet. Die Kaiserschild-Stiftung stellte insgesamt € 6.000,- an Preisgeldern zur Verfügung und zeichnete darüber hinaus auch die Schulen der Erstplatzierten mit Sachpreisen aus.

 

 

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