Goetheschule Wetzlar, Wetzlar Bürgerverein Wetzlar unterstützt die Goetheschule

Spannende Tage im Deutschen Museum in München haben vier Schüler der Wetzlarer Goetheschule im vergangenen Schuljahr erlebt. Möglich gemacht hat das unter anderem der Bürgerverein Wetzlar. Er unterstützte Schule und Schüler finanziell bei einer deutschlandweit ausgeschriebenen Aktion des Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. (MNU).Der MNU stiftet jeweils einem Schüler ein Stipendium für eine Arbeits- und Vortragswoche im Deutschen Museum, sofern die Schule die Kosten für einen weiteren Teilnehmer übernimmt. Diese weiteren Plätze finanzierte der Bürgerverein.Als Teilnehmer wählte die Schule besonders naturwissenschaftlich begabte und interessierte Schüler aus. So erhielten Amy Theis, Karina Scharmann, Louisa Schmidt und Jonathan Dechert die Chance, spannende Führungen und praxisorientierte Vorträge zu Technik und Wissenschaft zu erleben. Außerdem mussten die Teilnehmer eigenständig an selbst gewählten wissenschaftlichen Themen arbeiten, die auf den am Deutschen Museum vorhandenen Ausstellungen und Materialien basieren. Die hieraus hervorgegangenen schriftlichen Facharbeiten präsentierten sie jetzt an der Goetheschule Doris Ebertz, Vorsitzende des Bürgervereins, und ihrem Stellvertreter Boris Rupp.Gemeinsam mit den drei Goetheschülerinnen begrüßten Schulleiter Dr. Carsten Scherließ, Physik-Fachsprecher Patrick Röder, Organisator der Stipendiumswoche seitens der Goetheschule, und Christian Schneider, Fachbereichsleiter für die Naturwissenschaften, die Vertreter des Bürgervereins an Wetzlars Oberstufengymnasium. Die Schülerinnen berichteten von ihren Erfahrungen in München und überreichten dem Bürgerverein zum Dank je ein Exemplar ihrer Arbeiten.Karina Scharmann sagte, dass sie Physik nach der elften Klasse eigentlich schon abgewählt hatte, dann aber an der Goetheschule ihre Motivation für das Fach wiederentdeckte. Inzwischen hat sie neben dem Stipendium in München ein Praktikum am Max-Planck-institut absolviert und strebt ein Physikstudium an. In ihrer im Deutschen Museum erstellten Facharbeit widmete sie sich dem Thema "Erneuerbare Energien", zu dem es im Deutschen Museum zum Zeitpunkt ihrer Anwesenheit eine Sonderausstellung gab.Louisa Schmidt hatte es die Ausstellung zum Thema Kryptologie noch mehr angetan. Die "Enigma" Dechiffrier-Maschine einmal hautnah zu sehen sowie die dahinter steckende Mathematik begeisterten sie so, dass sie beschloss sich in ihrer Arbeit diesem Thema zu widmen. An der Woche in München lobte sie besonders die viele Zeit, die man frei im Museum verbringen konnte. Auch die Bekanntschaft mit den anderen Teilnehmern sowie die gute Betreuung seien positiv gewesen. Die Einblicke, die man zur Methodik einer Facharbeit erhielt, nannte sie sehr hilf- und lehrreich.Amy Theis erwähnte die gute Unterbringung im Kerschensteiner Kolleg sowie die gemeinsame Zeit mit den anderen "supernetten Leuten". In ihrer Arbeit widmete sie sich nach eigener Aussage einem Nischenthema, der Tiefseeforschung. Es habe sie fasziniert, da es zeige, dass Menschen manchmal Dinge tun, einfach weil sie "Lust darauf haben und es können."Ebertz und Rupp waren beeindruckt von der Qualität der Facharbeiten. Was die Schüler präsentierten sei wie immer "hoch interessant und erste Klasse", sagte Ebertz, die sich beeindruckt davon zeigte, mit welchem Eifer die jungen Forscher sich ihren Themen widmeten. Dem stimmte Rupp zu, der betonte, die Visite an der Goetheschule sei keinesfalls ein Pflichttermin. Die Schülerarbeiten würden immer auch den anderen Mitgliedern des Bürgervereins vorgestellt. So lange der Verein dazu finanziell in der Lage sei, werde er die Goetheschule weiter unterstützen, versicherte Ebertz und gab bereits die Zusage für das kommende Jahr.Scherließ, Schneider und Röder dankten für die Unterstützung. Sie sei ein wichtiger Beitrag, der es der Schule ermögliche, etwas zu bieten, das der herkömmliche Unterricht nicht kann. Ohne den Bürgerverein wäre das Projekt nicht möglich sagte Scherließ, während Röder das Ziel des Oberstufengymnasiums betonte durch verschiedenste Projekte "die Goetheschüler sowohl in der Spitze als auch in der Breite zu fördern".

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