Ratsgymnasium Münster, Münster


Das Ratsgymnasium – ein kurzer Überblick
Das Ratsgymnasium wurde 1851 als erstes städtisches Gymnasium durch den Rat der Stadt Münster gegründet. Heute gehören - neben dem vielfältigen Sprachenangebot - die Naturwissenschaften mit den naturwissenschaftlichen Projektklassen und einem breiten Fächerangebot in diesem Aufgabenfeld sowohl in der Sekundarstufe I als auch an Leistungs- und Grundkursen in der Sekundarstufe II zu einem Schwerpunkt der individuellen Begabungsförderung und der Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen.
680 Schülerinnen und Schüler besuchen im Schuljahr 2008/09 das Ratsgymnasium und werden von mehr als 50 Lehrkräften unterrichtet.

Begabungsförderung in den Naturwissenschaften
Das Ratsgymnasium hat die Betonung des naturwissenschaftlichen Schwerpunktes im unterrichtlichen Angebot festgeschrieben und bietet den Kindern von Stufe 5 bis 7 je eine Wochenstunde mehr NW-Unterricht in einer Pflichtarbeitsgemeinschaft..
In den Stufen 8 und 9 vertiefen fachübergreifende Kombinationskurse in Mathematik/ Physik/Informatik oder Biologie/Chemie die fachinhaltlichen und –methodischen Fähigkeiten. Im Fächerkanon der gymnasialen Oberstufe finden sich kontinuierlich geführte Leistungskurse in Biologie, Chemie und Physik. Das Fach Informatik wird auf Grundkursniveau bis zum Abitur unterrichtet.
Die Kooperation mit der Universität Münster, insbesondere den Instituten der Didaktik der Biologie und der Didaktik der Chemie, sichert dem Ratsgymnasium den besten fachdidaktischen Standard und trägt zur Optimierung der Lehrerausbildung bei.

Projektarbeit in den Naturwissenschaften
Im außerunterrichtlichen Bereich können die Schülerinnen und Schüler ihre naturwissenschaftlichen Begabungen und Interessen durch die Teilnahme an zahlreichen Arbeitsgemeinschaften in Physik, Biologie, Chemie und Mathematik vertiefen. Arbeitsgemeinschaften zur Vorbereitung auf den ‚Jugend forscht/Schüler experimentieren’ Wettbewerb oder in der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster im Rahmen eines von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projektes, in dem die FH eine transportable Hochvakuumapparatur baut und die Schüler und Schülerinnen dazu Experimente entwickeln, sollen nur Beispiele aus dem vielfältigen Angebot sein.
Ein weiteres Beispiel ist das außerunterrichtliche Science–Fair-Projekt nach amerikanischem Vorbild, das fachliche und methodische Kompetenzen der Schüler fördert und seit Schuljahr 1999/2000 für alle Schüler der achten Klassen jährlich mit großem Erfolg durchgeführt wird. Es handelt sich um eine Art Wettbewerb, ähnlich wie Schüler-experimentieren/ Jugend-forscht, nur auf die schulinterne Öffentlichkeit bezogen. Die Schüler sollen die Methodik empirischer Forschung an einem Alltagsproblem umsetzen, ihre Arbeitsergebnisse visualisieren (Poster, PP) und präsentieren (Präsentationsabend mit Eltern). Bei der Findung eines geeigneten Themas beraten die Fachlehrer in Biologie, Chemie, Physik. Der Zeitraum zwischen Themenfindung und Posterabgabe beträgt ca. drei Monate und fordert vom Schüler ein gutes Zeitmanagement, um die unterrichtlichen Anforderungen mit der außerunterrichtlichen Projektarbeit abzustimmen. Meist arbeiten zwei Schüler in kleinen Gruppen zusammen und trainieren so Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit. Das Arbeitsergebnis und die Darstellungsleistung werden von einer Jury aus Lehrern, Eltern, Schülern bewertet.



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